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Stolberg-Schevenhütte: Rurwasser in der Wehe sorgt für Ärger

Stolberg-Schevenhütte : Rurwasser in der Wehe sorgt für Ärger

Er versteht sich als Anwalt des Stadtteils Schevenhütte: der Heimat- und Verkehrsverein Schevenhütte. Stehen örtliche Probleme an, wird in Zusammenarbeit mit der Verwaltung und den Politikern nach einer Lösung gesucht.

So standen im vergangenen Jahr die geplante Bebauung des Sägewerksgrundstückes Körner mit einem Seniorenzentrum und die vorgesehene Einspeisung von Rurwasser in den Wehebach im Mittelpunkt der Bemühungen.

Einen Teilerfolg konnte der Heimat- und Verkehrsverein bei der Bebauung des Grundstückes Körner erzielen: Der Festplatz am Feuerwehrgerätehaus bleibt erhalten, und die gewünschte Bebauung mit privaten Wohnbauten hat weiterhin Priorität.

Rurwasser besorgt

Für Ärger sorgte die beabsichtigte Einleitung von Rurwasser in den Wehebach. Man befürchtet eine Beeinträchtigung der Wasserqualität und existenzielle Probleme für einen örtlichen Fischzuchtbetrieb. Der Talsperrenbetreiber will Rurwasser einspeisen, um das Wasser der Wehe verstärkt für die Trinkwasseraufbereitung nutzen zu können.
Weitere Gespräche mit dem Talsperrrenbetreiber seien nötig, um die Problematik zur Zufriedenheit aller zu lösen, versicherte Vorsitzender Eduard Josset, der die Versammlung des Heimat- und Verkehrsvereines in der Gaststätte „Casino” nutzte, um Bericht zu erstatten und kommende Aktion zu planen.

Zu den ungelösten Problemen gehört die Einrichtung eines neuen Gräberfeldes auf dem örtlichen Friedhof und die Sanierung der Brücke Nideggener Straße. Auf dem Friedhof soll ein mit Rasen bedecktes Gräberfeld entstehen. Zu ebener Erde eingelassene Inschriftentafeln sollen über die dort Bestatteten Auskunft geben.

Viel Lob fand die Arbeit der „Päddchenskolone”. Seit Jahren kümmert sich eine Arbeitsgruppe um die Instandhaltung und Ausbesserung der örtlichen Wanderwege und Pfade. Deren Arbeit soll demnächst durch die Anschaffung eines Böschungs-Rasenmähers erleichtert werden.

Vorgestellt wurde die Herausgabe zweier Schriften, die Wilhelm Dantz als Autor erstellt hat. Vorbestellungen für die Werke „Schevenhütte wie es war und noch ist” (Kosten 3 Euro) sowie „Chronik des Heimat- und Verkehrsvereines Schevenhütte” (Kosten 5 Euro) nimmt Eduard Josset, 02409 9271 entgegen.

Bei Eduard Josset können sich auch Interessenten anmelden, die am Samstag, 4. Dezember die archäologischen Ausgrabungen unter dem Kölner Dom besichtigen wollen. Treffpunkt ist am 4. Dezember um 8.45 Uhr der Langerweher Bahnhof.