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Stolberg: Rund 1000 Touristen mehr besuchen Stolberg

Stolberg : Rund 1000 Touristen mehr besuchen Stolberg

Wie wär’s mit einem Besuch in Stolberg? Die Stadt jedenfalls ist darauf gut vorbereitet. Das zeigt nicht nur eine aktuelle Erhebung der Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT NRW), sondern auch die Auszeichnung zweier Stolberger Hotels. In der vergangenen Woche wurde in Daun zum neunten Mal der Eifel-Award verliehen.

Dabei wurden 70 familienbetriebene Hotels und Restaurants für ihr Engagement, den Tourismus in der Eifel zu stärken, ausgezeichnet. Sowohl das „Hotel zum Walde“ in Zweifall als auch das Gästehaus „Vanilla & Chocolat“ in der Stolberger Innenstadt wurden geehrt. Sie zählen zu den Vorbildgastgebern der Eifel-Region. Insgesamt erhielten acht Betriebe aus der Städteregion Aachen einen Preis.

„Sie sind das Rückgrat der Wirtschaft, Sie sorgen für Wohlstand in der Region“, sprach Daniela Schmitt, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau in Rheinland-Pfalz, alle Preisträger an. Doch auch die Probleme im Hotelgewerbe wurden deutlich gemacht: Kapazitäts- und Bettenabbau, Investitionsstau und Nachfolgefragen beschäftigen die Betriebe.

Grundsätzlich kann Stolberg aber auf einen Aufwärtstrend im Tourismus blicken. Zwischen Januar und September kamen nach Angaben der IT NRW 17.124 Gäste in Stolbergs Herbergen an. Die Tagestouristen sind in dieser Statistik allerdings nicht erfasst. Das sind etwa 1000 Besucher mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

2016 konnte man noch eine andere Tendenz erkennen: So waren die Zahlen zur Beherbergung im Reiseverkehr eher rückläufig. Jetzt aber liegt der Anstieg bei sieben Prozent. Der Abteilungsleiter für Kultur, Tourismus und Veranstaltungen, Jürgen Gerres, erklärt sich diesen Aufschwung durch eine neue Strategie in der Öffentlichkeitsarbeit: „Wir haben auf Werbung in Süddeutschland verzichtet und stattdessen die Werbung im Umkreis von etwa 40 Kilometern verstärkt.“

Das verstärkte Marketing scheint in der Euregio angekommen zu sein: Mehr als ein Viertel der Gäste kamen — laut IT NRW — aus dem Ausland nach Stolberg. Durchschnittlich hielt sich ein ausländischer Gast 2,3 Tage in einer Stolberger Herberge auf. In Zahlen bedeutet das: Zwischen Januar bis September gab es insgesamt 10 371 Übernachtungen. Das ist ein Anstieg um fast 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Bezieht man die Übernachtungen deutscher Gäste mit ein, sind es sogar 36.626 Übernachtungen und damit 15 Prozent mehr als noch in 2016. Doch die Betten sind in Stolberg längst nicht ausgelastet: 40 Prozent der angebotenen Schlafplätze (410) wurden in diesem Jahr bis September belegt.

Nach Stolberg locken vor allem die Burg und die historische Altstadt. Aber auch die industrielle Geschichte der Stadt zieht viele Interessierte an. Insgesamt wurden laut Stadt in diesem Jahr 213 Stadtführungen gebucht. Das Publikum sei dabei ganz gemischt, sagt Gerres: Von jung bis alt ist alles dabei. Danach richte sich auch das kulturelle Programm der Stadt. Musikalische Veranstaltungen wie „Stolberg goes“, Theater, Comedy, das Stadtfest, der Weihnachtsmarkt oder Karneval seien Publikumsmagneten.

Im kommenden Jahr wird die Stadt 900 Jahre alt. Dieser runde Geburtstag soll mit vielen Veranstaltungen gefeiert werden. Dann werden auch wieder einige Touristen erwartet. Ausgezeichnete Schlafplätze stehen in Stolberg jedenfalls bereit.