Ruhender Verkehr wird überwacht

Kontrollen angekündigt : „Gleichbehandlung auch auf dem Jordanplatz“

Der Wochenmarkt auf dem Jordanplatz ist ins Visier der Stadtverwaltung geraten. Von einer wahren „Jagd auf Parksünder“ hatten erboste Leser am Freitag berichtet. Jahrelang habe man zu Marktzeiten im Umfeld des Jordanplatzes ungestört Parken können.

Der Wochenmarkt auf dem Jordanplatz ist ins Visier der Stadtverwaltung geraten. „Im Zuge der Gleichbehandlung“, wie Pressesprecher Tobias Schneider auf Anfrage erklärte.

Von einer wahren „Jagd auf Parksünder“ hatten erboste Leser am Freitag berichtet. Jahrelang habe man zu Marktzeiten im Umfeld des Jordanplatzes ungestört Parken können. Aber erstmals habe die Stadt vergangenen Freitag konsequente Kontrollen des ruhenden Verkehrs vornehmen lassen. Zahlreiche Verwarnungen und Ermahnungen seien ausgesprochen, weitere Überwachungsmaßnahmen angekündigt worden, berichteten Marktbesucher.

„Von einer ,Jagd auf Marktbesucher’ kann also keine Rede sein“, sagt Tobias Schneider und weist den „Vorwurf entschieden zurück“. Vergangenen Freitag seien lediglich drei Fahrzeuge protokolliert worden, so der Stadtsprecher. Beschwerden über das Vorgehen der Ordnungskräfte seien derweil im Rathaus nicht eingegangen.

Gleichwohl bestätigte Schneider, dass der Jordanplatz während des Wochenmarktes durchaus ins Visier der Stadt geraten ist.„Hintergrund dieses Vorgehens ist, dass an uns der Vorwurf herangetragen wurde, dort während des Marktes prinzipiell nicht zu protokollieren“, erläutert Schneider. In der Tat sei es wohl bis vor einiger Zeit gang und gäbe gewesen, „diesen Bereich bei den Kontrollen auszusparen“.Nach interner Besprechung habe die Verwaltung „angesichts des Gleichbehandlungsprinzips und des von Anwohnern immer wieder kritisierten Parkdrucks in diesem Gebiet“ entschieden, dort „genauso wie überall in der Stadt zu agieren, den Bereich aber nicht komplett auszusparen“.

Mündliche Hinweise statt Knöllchen

Den Marktbeschickern seien Ausnahmegenehmigungen zum freien Parken erteilt worden, „die sie bisher auch nicht hatten“. Weiterhin könne jeder dank der „Brötchentaste“ zumindest 20 Minuten kostenfrei dort parken. „Es geht nur darum, Dauerparken zu verhindern“, betont Schneider. Zur Vorbereitung auf die neue Handhabe, hätten Mitarbeiter des Ordnungsamtes über mehrere Wochen entsprechende Hinweiszettel verteilt und vergangenen „Freitag ebenfalls primär mündliche Hinweise statt Knöllchen“ ausgegeben.

„Nach Informationen unserer Politessen zeigten die meisten Bürger für das Vorgehen Verständnis und begrüßten dieses überwiegend“, resümiert Pressesprecher Tobias Schneider.

(jül)