Stolberg: Rotwild-Hegegemeinschaft zieht Bilanz

Stolberg: Rotwild-Hegegemeinschaft zieht Bilanz

Schon 1996 hatte sich eine große Gemeinschaft aus Landesforst und privaten Jagdpächtern aus Düren, der Stadt Aachen und dem ehemaligen Südkreis Aachen zu einer „Rotwild-Hegegemeinschaft Venn-Hürtgenwald” zusammengefunden.

Ziel war es, auf freiwilliger Basis möglichst viele Reviere eines 29.000 Hektar umfassenden Rotwild-Bezirkes zu Planungen und Überlegungen bei der Bewirtschaftung der größten heimischen Wildart „an einen Tisch” zu bekommen.

Vorsitzender von Anfang an ist der jetzige Leiter des Forstamtes Rureifel-Jülicher Börde, Konrad Hecker. Ihm ist es in erster Linie zu verdanken, dass mittlerweile 45 von möglichen 74 Revieren, die immerhin schon 18.200 Hektar umfassen, sich der Hegegemeinschaft angeschlossen haben. Kräftig unterstützt wird er hierbei von seinem Förster Günther Hieke, der die Geschäftsführung innehat.

Erfrischend war das Engegement beider bei der kürzlich durchgeführten Hegeschau. Der Rotwildsachverständige Robert Jansen aus Stolberg besprach kritisch und mit Sachverstand vor den zahlreich erschienenen Mitgliedern die vorgelegten Trophäen des männlichen Rotwildes und die Abschußerfüllung des weiblichen Rotwildes. Die Unteren Jagdbehörden des Kreises Düren und der Städteregion Aachen hatten alle Rotwildjäger ihrer Bereiche verpflichtet, die Trophäen der Hirsche dort vorzuzeigen.

So wurden insgesamt rund 50 Hirschgeweihe ausgestellt. Besonders erfreulich war, dass eine bemerkenswerte Zurückhaltung der Jäger bei der Bejagung des Rotwildes eingetreten ist, so dass auch vier Hirsche vorgezeigt wurden, die das Zielalter von immerhin über 13 Jahren erreicht hatten.

Robert Jansen zeigte sich sehr erfreut hierüber und lobte die Arbeit der Hegegemeinschaftsmitglieder, die es in diesem Jahr immerhin zu einer Abschußerfüllung von 83 Prozent der von den Unteren Jagdbehörden festgesetzten Abschüsse gebracht haben.

Die Arbeit der Rotwild-Hegegemeinschaft sei Garant dafür, dass das Rotwild in den Wäldern so gehegt und bejagt wird, dass das Gleichgewicht von Wald und Wild erhalten bleibt”, so Karl-Heinz Kuckelkorn, Jagdberater der Städteregion Aachen.

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