Stolberg: „Rise“-Festival in Stolberg geht in die zweite Runde

Stolberg: „Rise“-Festival in Stolberg geht in die zweite Runde

Es hat sich viel getan, seit eine Gruppe junger Leute „Rise — Für ein musikalisches Stolberg“ gründete. Bereits zwei Bandcontests, zu deren Finale jeweils drei Bands in der Kupferstadt zu hören waren, sowie ein Festival mit vier Konzerten hat „Rise“ auf die Beine gestellt. Jetzt steht das Programm für die zweite Auflage des Festivals.

Aus der Initiative ist inzwischen ein eingetragener Verein geworden, und jetzt steht in Kooperation mit der evangelischen Kirchengemeinde Stolberg das zweite „Rise-Festival“ bevor, das sich nach dem Erfolg im letzten Jahr weiterentwickelt hat: „Diesmal wird es fünf Konzerte innerhalb des Festivals geben“, beschreibt André Schroeder die augenfälligste Neuerung.

Bandbreite noch größer

„Dabei sind wir uns dahingehend treu geblieben, dass pro Band beziehungsweise Interpret je ein Euro Eintritt fällig werden“, betont der „Rise“-Vorsitzende. Zu dem günstigen Eintrittspreis von 5 Euro im Vorverkauf sind alle Getränke für 1 Euro erhältlich. „Wir organisieren unsere Veranstaltungen völlig unkommerziell und wollen sowohl jungen Bands eine Plattform bieten, als auch jungen Musikfreunden den Festivalbesuch ermöglichen. Das ist und bleibt die ,Rise‘-Philosophie“, erklärt Schroeder. Im Vergleich zum ersten Festival wird die musikalische Bandbreite der Veranstaltung am Samstag, 23. November, noch größer sein, und mit dem Headliner präsentiert „Rise“ eine Formation, die noch nie live in der Kupferstadt zu hören war:

Der Auftritt des Kölner Trios „Die Versenker“ wird einer der Höhepunkte des Festivals sein. „Die Versenker“ haben ihr zweites Album mit der Studio-Legende Jon Caffery aufgenommen, der mehr als 20 Alben der „Toten Hosen“ produzierte und bereits mit Bands wie „The Sex Pistols“, „Ton, Steine, Scherben“, „Joy Division“ oder „Einstürzende Neubauten“ gearbeitet hat.

Für das „Rise“-Festival im ökumenischen Gemeindezentrum an der Frankentalstraße versprechen die deutschsprachig singenden „Versenker“ eine leidenschaftliche Live-Show mit großen Melodien, Refrains zum Mitsingen, satten Gitarrenwänden und starken Grooves, beeinflusst von den „Foo Fighters“ und anderen US-Größen.

Stimmungsgaranten

Ebenfalls eine starke Live-Präsenz ist von einer Band zu erwarten, die dem Stolberger Publikum nicht näher vorgestellt werden muss. Wie schon beim ersten „Rise“-Festival werden „The Coconut Butts“ dem Publikum gehörig einheizen. „Natürlich wollen wir immer Abwechslung bieten, aber diese Jungs sind im letzten Jahr mit ihrem Ska-Punk dermaßen gut angekommen, dass wir sie wieder eingeladen haben“, sagt Schroeder.

Neben „Die Versenker“ und den Stimmungs- und Partygaranten der „Coconut Butts“ stehen bei dem Festival weitere Hochkaräter auf der Bühne. Eröffnet wird der Abend um 19 Uhr von „Wegbier“, dem zweitplatzierten des „Rise“-Bandcontests.

„Die Gewinner ,Shot down in Reno‘ sind an dem Abend verhindert, aber mit ,Wegbier‘ spielt der bestmögliche Ersatz“, meint Schroeder und verweist darauf, dass das Trio nur denkbar knapp mit einem Punkt Abstand zum Sieger zweitplatziert bei dem Bandwettbewerb war. Während „Wegbier“ sich dem deutschen Spaß-Punkrock verschrieben hat, spielt das Duo „Lights out“ akustischen Indie-Pop.

Nach ihrem Wirken in der Band „Ben Fortune“ haben die beiden Musiker mit ihrem klaren, dynamischen und tanzbaren Sound aus Stimme und Gitarre jüngst den zehnten „Stawag Music Award“ in Aachen gewonnen. Auch der fünfte im Festival-Bunde ist kein Unbekannter:

Samuel Dickmeis spielte bei diversen Bands, unter anderem bei „Longing for Tomorrow“, und ist derzeit bei der Aachener Formation „Inozit“ aktiv. Die Songs, die er mit seinen Bands gemeinsam aufgenommen hat, präsentiert Samuel Dickmeis bei dem zweiten „Rise“-Festival als „One-Man-Show“.

Mehr von Aachener Zeitung