Stolberg: Reiterverein 1949 Büsbach: Zuschauer erleben attraktiven Reitsport

Stolberg: Reiterverein 1949 Büsbach: Zuschauer erleben attraktiven Reitsport

Entspannt sitzt Lilith auf der Tribüne vor dem Spring-Parcours und sieht sich den Wettbewerb an: „Ich bin schon in der Klasse A Erste geworden und habe keine weiteren Prüfungen mehr. Beim Turnier sehe ich aber trotzdem weiter zu, um meine Freunde anzufeuern“, verrät die 13-Jährige.

Neben Lilith konnte der Reiterverein Büsbach, der mit 30 von 250 Mitgliedern teilnahm, weitere Siege in den eigenen Reihen verzeichnen. So wie Lilith hielt auch die zahlreichen Besucher das eher bescheidene Wetter an diesem Wochenende nicht davon ab, zum 56. Reitturnier auf Gut Hassenberg aufzuschlagen.

Um unter anderem auch für Wetterbedingungen wie diese gerüstet zu sein, wurden im Vorfeld der Hallenboden und der Abreiteplatz neu aufbereitet, erzählt Vereinsvorsitzende Dunja Reul: „Selbst bei Regen ist es somit möglich, sich vorzubereiten und dass alles gut gelaufen ist, bestätigt uns darin, dass wir allen Herausforderungen gewachsen sind“.

So fanden sich auch in diesem Jahr nicht nur Starter aus dem Aachener Raum, sondern auch aus Heinsberg, Düren und Köln zusammen, um sich in den 29 Prüfungen verschiedener Schwierigkeitsgrade zu messen. In der Dressur gingen die Prüfungen bis zu der Klasse M, beim Springen wiederum führte der Wettbewerb erneut die höchste Klasse im Reitsport vor: Das S-Springen sei auf ländlichen Turnieren nicht mehr häufig üblich, so Reul. Dank der großen Sponsorenunterstützung könne man aber auch so wieder wie bereits im Vorjahr den Pferdesport fördern und den Zuschauern im wahrsten Sinne des Wortes ganz große Klasse bieten.

So kamen beim Reitturnier auf Gut Hassenberg von vierjährigen Reitbegeisterten, die im geführten Reiten ihr Bestes gaben, bis hin zu 60-jährigen Teilnehmern in der Dressur sowie im Springen alle auf ihre Kosten. Die sportlichen Leistungen wurden dabei je nach Prüfungsform von den Richtern beurteilt: Im Springreiten beispielsweise galt es, die Teilnehmer neben der Fehler-Zeit-Springprüfung auch in der Stilspringprüfung und der Springpferdeprüfung zu bewerten.

Neben dem sportlichen Aspekt spielte auch der gesellschaftliche Teil des Turniers wieder eine große Rolle: Traditionsgemäß konnten sich die Teilnehmer und Zuschauer in den Pausen mit Burgern, Salaten und Waffeln stärken. Dies war auch nötig, da die meisten Besucher von morgens bis abends auf dem Gelände verweilten. So auch Doris Schultes, die mit ihrer Tochter aus Übach-Palenberg angereist war, um an dem Turnier teilzunehmen.

Gespannt beobachtete sie in der Reithalle den Dressurwettbewerb, in dem ihre 18-Jährige Tochter ihr Können unter Beweis stellte: „Ich habe bei jeder Prüfung aufs Neue Herzklopfen“, erzählt sie lachend. Es sei spannend zu sehen, wie Reiter und Pferd miteinander harmonisieren und die Prüfungen meistern. Beim Reitturnier auf Gut Hassenberg gefalle ihr besonders gut die familiäre Atmosphäre und die Hilfsbereitschaft von allen Seiten: „Wir sind heute bestimmt nicht zum letzten Mal dabei“, ist Schultes überzeugt.

Über den großen Zuspruch, der unter anderem auf die umfassenden Umbaumaßnahmen in den letzten zehn Jahren zurückzuführen sei, freut sich auch Reul: Die Neuerungen hätten den Reitstall aufgewertet und ihm mehr Sponsoren eingebracht, berichtet die Vereinsvorsitzende.

So könne das motivierte Team weiterhin ein solches sportliches Großereignis in Stolberg auf die Beine stellen: „In unserer schnelllebigen Zeit ist es schon etwas Besonderes, bereits seit so vielen Jahren ein Reitturnier dieser Größenordnung ausrichten zu können“, führt sie aus und blickt zuversichtlich weiteren Wettbewerben auf Gut Hassenberg entgegen.