Stolberg: Regionale Produkte: Stolberg will seine Stärken vermarkten

Stolberg: Regionale Produkte: Stolberg will seine Stärken vermarkten

Es gibt viel zu entdecken auf dem Eisenhüttenweg und der Kupferroute durchs Vichtbachtal. Natur pur, herrliche Ausblicke auf eine einmalige Landschaft, historische Kleinode - und regionale Produkte in kulinarisch hochwertiger Qualität.

Zumindest für den Wanderer und Spaziergänger, der sich auf eine Route begibt, die Stolberger Hoteliers und Restaurants erarbeitet haben. Erstmals haben Leistungsträger in der Kupferstadt ein gemeinsames Arrangement geschnürt, das touristische Trends und Stolberger Stärken verbindet.

Gemeinsam soll es auch vermarktet werden. Die Premiere ist mit einer großen Auftaktveranstaltung für Sonntag, 6. September, geplant, an dem sich auch die Barmer beteiligen wird; das Paket soll aber auch einzeln gebucht werden können.

Über die Kupferroute

„Es geht um typische Stolberger Besonderheiten, die wir nun verstärkt nach außen bringen wollen”, erzählt Eva Carlitz vom „Hotel zum Walde” in Zweifall, die gemeinsam mit Dirk Stock vom „Romantikhotel am Hammerberg”, Robert Gogic vom „Vichter Landhaus” und Katja Deserno vom „Restaurant Landhaus Solchbachtal” das Produkt entwickelt hat.

„Wir wollen endlich Nägel mit Köpfen machen”, unterstreicht Dirk Stock, dass die Gastronomie verstärkt auf die touristischen Ambitionen der Kupferstadt setzen will. „Im Fokus stehen dabei regionale Produkte”, sagt Katja Derserno. „Das ist ein starkes Thema, mit dem wir Stolberg positionieren können”, blickt Robert Gogic vor allem auf Kurzurlauber und Tagestouristen.

Die gewählte Route durch das Tal der Vicht wird ambitionierten Wanderern gerecht wie sie auch abschnittsweise für einen ausgedehnten Spaziergang genutzt werden kann. Dazu bieten die einzelnen Restaurant Frühstück, Mittagessen, Kaffee und Kuchen sowie Abendessen, und unterwegs kann man sich an einem Stand bei einem „Ketsch” entspannen.

Im Mittelpunkt der kulinarischen Etappen stehen regionale Produkte wie Aufschnitt, Marmeladen und Honig sowie Forelle, Schwein oder Limousinrind aus der Eifel, Kuchen nach alten Originalrezepten und Kaffee und Kaffeelikör aus der Stolberger Museums-Rösterei im Schatten der Burg.

Zum Auftakt oder als Paket buchbar ist eine geführte Wanderung über Eisenhüttenweg, Kupferroute und das Solchbachtal geplant. Und aufgelegt wird ein Faltblatt mit einer Beschreibung der Route nebst Historie, so dass man sie auch ohne Führer bewältigen kann. Eine Präsentation regionaler Produkte sowie der Gastronomiebetriebe rundet den Flyer ab. Gebucht werden kann das Arrangement über die Stolberg-Touristik, die die Angebote koordiniert.

„Bei der Auftaktveranstaltung kann man als Event den schönen Tag in der Kupferstadt erleben, den wir auch weiter vermarkten wollen”, blickt Stock bereits in die Zukunft, denn der „Gastronomentreff” hat bereits weitere Ideen im Visier. „Man könnte die Bach-Täler-Höhenroute beispielsweise verlängern und einen Anschluss an die Kupferroute schaffen”, denkt Eva Carlitz an weitere Perspektiven, die der Premium-Wanderweg „Eifelsteig” dem Tourismus in Stolberg bieten kann.

Denn die wirtschaftliche Rezession macht sich auch in den Gastronomie-Betrieben der Kupferstadt bemerkbar. „Geschäftskunden bleiben zunehmen aus”, bemerkt Stock, und Robert Gogic wie Katja Deserno registrieren, dass aufgrund der zunehmen Kurzarbeit die Familien beim Essen im Restaurant sparen.

Gleichwohl federt der aufkeimende Tourismus in der Kupferstadt die ausbleibenden Einnahmen leicht ab - mehr oder weniger, je nach Charakter des Hauses. Laut Landesstatistik registrierten die Hoteliers in Stolberg steigende Übernachtungszahlen.

„Wir profitierten von amerikanischen Besuchergruppen, die im Hotel tagten, und einigen Wochenurlaubern in den Ferienwohnungen”, berichtet beispielsweise Eva Carlitz. Robert Gogic freut sich über viele Familienfeiern und Dirk Stock über gut gebuchte Wochenenden dank der Romatikkette.

Dennoch, da sind sich alle vier Unternehmer einig, ist der Tourismus in Stolberg noch nicht so stark, dass er Einnahmeausfälle kompensieren könne. Ein Grund mehr für die Gastronomen, mit ihren Arrangements Zeichen zu setzen und Besucher in die Kupferstadt zu locken.

Neues touristisches Angebot feiert am 6. September seine Premiere

Das Arrangement umfasst in etwa folgende Punkte: Frühstücksbuffet im Parkhotel mit regionalen Produkten zur Stärkung für die geführte Wanderung über Kupferroute zum Vichter Landhaus, dort warten Eifelforelle oder Eifelschwein mit Eifeler Beilagen auf die Teilnehmer.

Über den Vichttaler Eisenhüttenweg führt der Weg nach Zweifall zum „Hotel im Walde” und Alt-Eifeler Kuchen mit Stolberger Kaffee, Stolberger Kaffeelikör oder auch „Ketsch”. Weiter gehts ins Solchbachtal zu Puttes oder Braten von Eifeler Limousinrind mit Öcher Lager. Unterwegs sorgt ein Ketschenburg-Stand für Abkühlung.

Die Abgangzeiten werden so festgelegt, dass Teilnehmer, denen die komplette Strecke zu lang ist, einzelne Streckenabschnitte wählen können. Der Pauschalpreis beträgt 49,90 Euro pro Person; einen Teil davon spenden die Gastronomen für eine caritative Einrichtung.

Ein Flyer mit Wissenwertem über Route, Produkte und Häuser sorgt dafür, dass man den Weg auch ohne Führer gehen könnte.

Gebucht werden kann die Auftaktveranstaltung am Sonntag, 6. September, oder auch einzelne Arrangements über die Stolberg-Touristik am Willy-Brand-Platz, 99900-81, Fax: -82, oder per Email stolberg-touristik@stolberg.de