Stolberg: Rasen im Stadion Glashütter Weiher: Freigabe rückt in Sichtweite

Stolberg: Rasen im Stadion Glashütter Weiher: Freigabe rückt in Sichtweite

Ein Ende der Tristesse ist in Sicht. Zwar gibt es noch einige - vor allem witterungsbedingte - Vorbehalte. Doch zumindest eine eingeschränkte Freigabe des seit September gesperrten Rasenplatzes im Stadion Glashütter Weiher schließt Bernhard Frings nicht mehr aus.

Endgültige Klarheit soll ein Ortstermin im Laufe der Woche bringen. „Bis dahin möchte ich mich noch nicht verbindlich festlegen”, betonte der zuständige Mitarbeiter des städtischen Tiefbauamtes am Dienstag im Gespräch mit unserer Zeitung.

Immerhin: Trotz weiterhin kalter Nächte nimmt das Wachstum Fahrt auf. Für Frings ist vor allem von Belang, wie weit die sogenannte Einwurzelung fortgeschritten ist. Denn ohne einen festen Halt würde der zum Teil ersetzte Belag bei Belastungen schnell wieder Schaden nehmen, neuerliche Löcher und kahle Stellen wären dann wohl die Folge. Weil diese aber seit Jahren zum alt bekannten Bild gehörten und durch die Sanierung im späten Herbst eine dauerhafte Verbesserung erzielt werden soll, will die Stadtverwaltung die Aufhebung der Platzsperre mit Bedacht und wahrscheinlich zunächst auch nur für den Trainingsbetrieb aussprechen.

Nicht trainieren, sondern spielen möchte die U 17-Mannschaft von Alemannia Aachen in der kommenden Saison in Münsterbusch (wir berichteten). Für die Meisterschaftspartien von Junioren-Bundesligisten schreibt der Verband Naturrasen vor, und den hat an der Krefelder Straße in Aachen allein der Tivoli zu bieten. Ob der schwarz-gelbe Nachwuchs bei seinen „Heimspielen” tatsächlich Dauergast in Münsterbusch sein wird, ist aber noch offen. „Es hat einen ersten Termin vor Ort gegeben”, bestätigt Sportamtsleiter Udo Griese. „Die Vertreter der Alemannia haben die Örtlichkeiten unter die Lupe genommen.” Ob die daraus folgenden Schlüsse positiv oder negativ sein werden, bleibt abzuwarten. Die angekündigte Stellungnahme ist noch nicht im Rathaus eingetroffen.

Eine solche gibt es in offizieller Form bis dato auch nicht von Bernd Decker - da sie noch nicht eingefordert worden ist. Auf Anfrage der Redaktion schildert der Leiter des Goethe-Gymnasium jedoch seine Einschätzung zur ins Auge gefassten Verlagerung der technischen Leichtathletik-Disziplinen vom Stadion auf das nahe gelegene Außengelände der Schule. „Wenn der Rasen darunter nicht leidet, ist dagegen nichts einzuwenden. Anderenfalls kann ich einen solchen Umzug aber nicht befürworten, weil es unverantwortliche wäre, meine Schüler im Unterricht und in den Pausen einer Verletzungsgefahr auszusetzen.”

Neben den zeitlichen Überschneidungen im Trainingsbetrieb von Leichtathleten und Fußballern waren es in der Vergangenheit aber gerade die durch Diskus, Hammer und Speer verursachten Schäden gewesen, die die Kicker auf den Plan gerufen hatten. „Wir sind in Gesprächen”, ließ Udo Griese den Sachstand am Dienstag offen. Der Amtsleiter machte jedoch deutlich, dass es neben der Vermittlung zwischen den unterschiedlichen Interessen der Sportler noch einen weiteren wesentlichen Aspekt gebe: die Kosten. Bis zu 10 000 Euro dürften fällig werden für die erforderliche Anschaffung eines Wurfringes und eines Fangzauns am „Goethe”.