Stolberg: Prym will 40 Millionen Euro einsparen

Stolberg: Prym will 40 Millionen Euro einsparen

Mit Hilfe von drastischen Sparmaßnahmen will die Firma Prym den Weg aus der wirtschaftlichen Krise finden und zugleich die schweren Belastungen durch die beiden von der EU-Wettbewerbskommission verhängten Bußgelder von insgesamt 67,5 Millionen Euro kompensieren.

Auf ein entsprechendes Maßnahmenpaket haben sich die Geschäftsführung, die IG Metall und der Betriebsrat nach mehrwöchigen Verhandlungen geeinigt. Insgesamt soll bis Ende 2010 weltweit eine Kostenreduzierung von rund 40 Millionen Euro erreicht werden.

Sie setzt sich je zur Hälfte aus einer Effektivitätssteigerung in der Produktion und einer Senkung der Personalkosten zusammen.

In beiden Fällen werden es vor allem die Standorte in Deutschland sein, die ihren Beitrag leisten müssen. Dem Vernehmen nach entfallen alleine im Personalbereich rund 16 Millionen auf sie.

Das hat auch Auswirkungen auf die Belegschaft: Bei Prym Fashion in Wuppertal werden dem Vernehmen nach gut 40 der bis dato noch verbliebenen 90 Arbeitsplätze abgebaut, bei Inovan in Birkenfeld stehen rund 100 von 600 Jobs zur Disposition.

Keine betriebsbedingten Kündigungen sind hingegen am Stammsitz des Unternehmens geplant. „Durch die Verlagerung der Montage und der Stanzerei von Fashion haben wir in Stolberg Arbeitsplätze abgesichert”, erklärte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Andreas Engelhardt, am Montag gegenüber unserer Zeitung.

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