Fortissimo Euregio Männerchor: Projektchor besteht nun seit 15 Jahren

Fortissimo Euregio Männerchor : Projektchor besteht nun seit 15 Jahren

Seit 15 Jahren probt der internationale Männerchor „Fortissimo Euregio“ jeden Mittwoch um 20 Uhr im niederländischen Patronaat, Ursulastraat 232, in Kerkrade. Dies ist Anlass genug für den Breiniger Initiator, Gründungsmitglied und Chorleiter Ludwig Pitz, ein Benefizkonzert in der Pfarrkirche St. Barbara in Breinig zu geben, dessen Erlös der Stolberger Tafel zugute kommen wird.

Was als einmaliger Projektchor für die 900-Jahr-Feier des Klosters Rolduc gedacht war, entwickelte sich zu einer starken grenzüberschreitenden Sangesgemeinschaft, der heute noch 42 Sänger im Alter von 58 bis 92 Jahren angehören. 30 von ihnen zählen sogar noch zu den Gründungsvätern. Sie stammen aus der gesamten Städteregion, dem Kreis Heinsberg, aus dem niederländischen Südlimburg und der deutschsprachigen Gemeinschaft Ostbelgiens.

Bemerkenswert ist, dass fünf Europaabgeordnete die Schirmherrschaft übernommen haben. Aus Belgien ist es Pascal Arimont, aus den Niederlanden Jeroen Lenaers und aus Deutschland Sabine Verheyen, Daniel Freund und Arndt Kohn.

Das Programm des Konzertnachmittags am Sonntag, 17. November, ab 17 Uhr zeigt einen Querschnitt aus 15 Jahren in sieben verschiedenen Sprachen. Während im ersten Teil vornehmlich geistliche Werke aus Russland, Slowenien, Israel und Deutschland zu Gehör gebracht werden, bestimmen im zweiten Teil weltliche Stücke aus Frankreich, Mazedonien und England das Programm.

Ein Höhepunkt soll die „Landerkennung“ für Männerchor, Bariton-Solo und Klavierbegleitung vom norwegischen Komponisten Edvard Grieg sein. Die Pianistin ist Claire Paukert.

Mit dabei in Breinig sind die „Voices“, ein Frauenchor an Sankt Josef in Eupen. Diese bunte Mischung von 19 Sängerinnen verbindet vor allem eins - die Lust am Singen. Unter Leitung von Hubert Schneider haben sie ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm erarbeitet, das sowohl sakrale und weltliche Chorwerke enthält.

Neben dem „Zigeunerleben“ von Robert Schumann kommen das „Laudate Dominum Psalm 150“ von Rihards Dubra und der „Psalm 23“ von Franz Schubert zur Aufführung wie auch Folksongs aus Quebec und Schweden. Beiden Chören ist wichtig, dass sie mit ihren musikalischen Beiträgen einen geistigen und kulturellen Beitrag zur internationalen Verständigung leisten. Über die Musik wollen sie Europa sicht- und hörbar mitgestalten. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

(mlo)
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