Comedian Martin Schneider: Prägnante Mimik ist sein Markenzeichen

Comedian Martin Schneider: Prägnante Mimik ist sein Markenzeichen

„Maddin“ gilt als Mann mit einem großen Mundwerk – und wurde dieser Behauptung bei seinem Auftritt in Stolberg nur allzu gerecht. Der Comedian, der eigentlich Martin Schneider heißt, war zum ersten Mal zu Gast in der Bühne der Burg Stolberg.

Bei der Vorpremiere von seinem neuen Programm „Denke macht Koppweh“ gab er vor seinen Zuhörern in der Stadt Stolberg einen lebendigen und zudem äußerst vergnüglichen Einblick in sein Oberstübchen.

Das kommt beim Publikum so gut an, dass es auf der aktuellen Tournee überall unzählige Zugabewünsche und Zusatztermine gibt.

Recht schnell ist den begeisterten Zuhörern klar, dass hinter der Stirn des hessischen Comedians Maddin aberwitzige Gedanken über die Banalitäten des Alltags kreisen.

Sein schier unerschöpflicher Redefluss, das prägnante Gesichts mit der ausgeprägten Mimik sind schon echte Alleinstellungsmerkmale auf dem Comedymarkt. Sein übertriebenes, sogenanntes Neuhessisch und die gedehnt ausgesprochenen und eigenwillig betonten Laute nutzt er als Karikierung seines hessischen Dialekts.

Maddin beschreibt in seinem neuen Programm die Macken, die jeder aus dem Alltag kennt. Ob man sich nun sorgt, den Herd angelassen, oder die Tür aufgelassen zu haben. Das sind Fragen, die einem plötzlich durchs Gehirn schießen, wenn man schon auf der Autobahn ist.

Viele Tipps

Und Maddin hat nur zu gerne Tipps parat, wie man dieser „babbischen Gedanken“ Herr wird und zum Beispiel negative Gedanken einfach wegföhnen kann. „Bis zu 80 000 solcher Gedanken hat man pro Tag!“, erklärt der hessische Komiker und Schauspieler. Es sei schon verrückt, was einem den lieben langen Tag bis in die Nacht hinein so alles durch den Kopf geht.

Da ist es kein Wunder dass einem das Denken Kopfweh bereiten kann. Immer wieder bezieht Maddin sein Publikum ein, besonders solche Gäste aus den ersten Reihen.

Nicht umsonst wurde der 54-Jährige mehrfach mit dem Deutschen Comedypreis für seine Auftritte ausgezeichnet, nämlich 2005 für „Schillerstraße“ und „7 Zwerge – Männer allein im Wald“ mit Otto Waalkes sowie 2007 für „7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug“.

Start 1990

Der Comedian ist schon lange im Geschäft. Im Jahr 1990 hatte Martin Schneider sein allererstes Bühnenengagement. Sein Premieren-Programm hieß „Gell, Sie sind spirituell?“. Ab 1992 trat er im „Quatsch Comedy Club“ in Hamburg auf, war danach im Fernsehen unter anderem bei „RTL Samstag Nacht“ erfolgreich.

Und in Stolberg ist man sich einig gewesen, dass „Maddin“ hoffentlich bald wieder mit seinem losen Mundwerk hier gastieren soll.

Mehr von Aachener Zeitung