Stolberg: Post bedauert Probleme bei Zustellung

Stolberg: Post bedauert Probleme bei Zustellung

Ralf Schmitz zählt zu den Atschern, die regelmäßig viel Post erhalten. Aber seit Tagen bleibt sein Briefkasten an der Goethe­straße leer. Auch Nachbarn von Pastor-Keller- und Sebastianus­straße teilten am Donnerstag sein Schicksal. Ein Anlass, skeptisch zu werden und nachzufragen.

In der Tat, es gibt Veränderungen bei der Zustellung der Post in Stolberg, bestätigt Unternehmenssprecher Dieter Pietruck auf Anfrage unserer Zeitung nach Rücksprache mit dem für diese Region zuständigen Briefzentrum in Düren.

„Der Zustellstützpunkt in Stolberg ist neu organisiert worden“, erklärt Pietruck und bestätigt, dass es „in der Anfangsphase zu Problemen bei der Zustellung“ gekommen ist. „Das bedauern wir natürlich“, sagt Pietruck, dass sich der Service wieder einrenken werde.

Hintergrund der Restrukturierung ist eigentlich ein grundlegender Rückgang des Briefaufkommens. Der Anteil privater Post sei auf unter 20 Prozent gesunken. Und unter der Geschäftspost mache Werbung einen erheblichen Anteil aus. Allerdings ist derzeit die Situation eine andere. „Wir müssen riesige Mengen bewältigen“.

Und dies mache sich bei der Restrukturierung im Stolberger Zustellstützpunkt bemerkbar. Denn mittlerweile müssen die Zusteller vor ihrem Rundgang in den insgesamt 35 Zustellbezirken in der Kupferstadt ihre Briefe neuerdings selbst nach den jeweiligen Touren sortieren.

Und somit können die Zusteller Probleme mit ihrer Arbeitszeit bekommen. Die betrage zehn Stunden plus 45 Minute Pause. „Wird diese Zeitspanne überschritten, müssen die Zusteller ihre Arbeit einstellen“, betont Pietruck. Die dann nicht ausgetragene Post sei dann die erste, die am nächsten Tag zugestellt werde.

Ralf Schmitz und seine Nachbarn hatten am Donnerstag Glück. Am Nachmittag kam die Zustellerin.