Dritter Bauabschnitt: Planung für L238n läuft im nächsten Jahr wieder an

Dritter Bauabschnitt: Planung für L238n läuft im nächsten Jahr wieder an

Die Worte des NRW-Verkehrsministers sind eindeutig. Hendrik Wüst (CDU) holt die Pläne zum dritten Bauabschnitt der L238 zwischen Stolberg und Eschweiler aus der Schublade, in die sein Vorgänger Harry Voigtsberger (SPD) sie 2011 gesteckt hatte. „2019 wird die Planung für den dritten Bauabschnitt wieder anlaufen“, sagt Wüst.

Bis dahin gelte es, die vorliegenden, aber veralteten Gutachten zu prüfen und zu klären, ob ein veränderter Trassenverlauf geprüft werden müsse. Die offiziellen Planungsphase werde dann im kommenden Jahr wieder aufgenommen.

An der Bedeutung dieses Ausbauabschnittes lässt der Verkehrsminister bei seinem Besuch im Stolberger Hauptbahnhof keinerlei Zweifel aufkommen. „Der Ausbau des Euregion-Railports ist für unser Land so wichtig, dass er nicht an einem dritten Bauabschnitt einer Landesstraße scheitern darf.“ Die Anbindung des Hauptbahnhofes an die Autobahn 4 gewinnt Bedeutung, sobald in Stolberg täglich mindestens ein Ganzzug mit Containern umgeschlagen und von dort aus in die Region ausgeliefert werden, erläuterte Tim Grüttemeier. „Wir wollen Schrittmacher moderner Mobilität sein“, so der Bürgermeister. Güter müssen vermehrt von der Straße auf die Schiene gebracht werden, betont Wüst mit Blick auf wachsende Verkehrsbelastungen.

Dabei seien Hinterlandterminals der Seehäfen für NRW wichtige Knotenpunkte. Entsprechend qualifiziert gestaltet sein müssten dazu die Verkehrswege in der Region. Dazu zählt in diesem Fall, dass die Bewohner von Pumpe-Stich vom Schwerlastverkehr entlastet werden müssten. Dazu sei der dritte Bauabschnitt der L 238 erforderlich, so Wüst. Der Landtagsabgeordnete Dr. Werner Pfeil (FDP) begrüßte die Ankündigung des Ministers. Gemeinsam mit Hendrik Schmitz hat er ihn intensiv mit der Lage vor Ort vertraut gemacht.

Aus Sicht von Hendrik Wüst ist das Projekt in Stolberg und Eschweiler Teil eine Offensive, die vernachlässigte Infrastruktur im Land wieder zu ertüchtigen. 60 Milliarden Euro sollen bis 2030 dazu gemeinsam mit Partnern investiert werden. Dabei gehe es nicht nur um Rheinbrücken, sondern auch um Schiene und Wasserwege, so Wüst. Mehr als 100 gestoppte Straßenbauprojekte würden aktuell auf Weiterführung geprüft. Land, Straßen.NRW und Bezirksregierungen werden personell aufgestockt, um das schultern zu können.

(-jül-)