Planfeststellungsverfahren für EVS-Strecken der Euregiobahn läuft

EVS : Elektrifizierung ist in Arbeit

„Wir müssen uns beeilen, schon am 25. Februar soll unsere Stellungnahme bei der Bezirksregierung liegen“, sagt Tobias Röhm. Der Ausschuss für Stadtentwicklung wird sich dann auf seiner nächsten Sitzung Anfang April mit der Elektrifizierung der Euregiobahn näher befassen können.

Der Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR) setzt für die nahe Zukunft auf eine elektrisch betriebene Euregiobahn. Das macht die Regionalbahn flexibler, schneller, leiser und umweltfreundlicher. Bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember 2021 sollte es so weit sein, aber der Termin ist zeitlich nicht zu halten. Denn erst in den letzten Monaten ist der gordische Knoten zerschlagen worden: Die Verlegung der Startbahn des Flughafens Merzbrück soll nun dank des Engagement des Landes noch in diesem jahr beginnen.

Dies ist eine Voraussetzung für die Elektrifizierung. Denn bislang liegt die Einflugschneise des Flughafens zu nahe an den Gleisen. Startende und landende Flieger könnten sich schlimmstenfalls in der Oberleitung verfangen. Während dieses Projekt anläuft, wird in Behörden- und Bahnkreisen die Elektrifizierung der Regionalbahnstrecke vorbereitet. Im vergangenen Jahr hatte der NVR der EVS den Förderbescheid über die ersten beiden Leistungsphasen der Planung zukommen lassen.

Zudem hat der NVR eine ergebnisoffene Interimsausschreibung zum Betrieb der Euregiobahn mit jährlich rund 1,5 Millionen Zug-Kilometern (derzeit ist die DB Regio die Diesel-Treibwagen der Vertragspartner bis Ende 2021) veröffentlicht, mit der der Betrieb bis 2025 sichergestellt werden soll. Spätestens dann soll die Strecke unter Strom stehen. Rechtzeitig vorher soll der Betrieb mit Elektrozügen ausgeschrieben werden.

Für die EVS bedeutet das, dass sie bis dahin alle Strecken mit Oberleitung bestücken muss. Das sind rund 35 Kilometer Gleise von Stolberg über Weisweiler nach Langerwehe, über Alsdorf nach Herzogenrath und über Altstadt letztlich bis Breinig. Rund 25 Millionen Euro an zuwendungsfähigen Kosten hat der NVR dafür anerkannt. „Das alles zeitgerecht durchzuziehen, ist ein anspruchsvolles Projekt“, sagte jüngst der Beiratsvorsitzende Tim Grüttemeier. Die konkreten Vorbereitungen sollen in diesem Jahr abgeschlossen werden können. Dann wird die Umsetzung  – bei laufendem Betrieb – ab 2020/21 erfolgen können.

(-jül-)