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Pilger nehmen an Heimbach-Wallfahrt teil

Heimbach-Wallfahrt : „Herr, wohin sollen wir gehen?“

Aus der Überzeugung, dass Gott an bestimmten Orten mehr erfahrbar ist als anderswo, begeben sich die Menschen auf Wallfahrt. So auch in Breinig, wo sich 76 Pilgerinnen und Pilger am Sonntag nach dem Pilgersegen um vier Uhr früh auf den Fußweg in das dreißig Kilometer entfernte Heimbach machten.

Dort beteten sie, brachten Opfergaben, erlebten Gemeinschaft und näherten sich dem Heiligen, um dann mit neuer Kraft in den Alltag zurückzukehren.

Nach der Pilgermesse der Breiniger Pilger am Montag in Heimbach waren es 37 Pilger, die den Rückweg nach Breinig antraten, wo sie am Parkplatz Forsthaus Roggenläger abgeholt wurden und in einer Prozession in die Pfarrkirche einzogen. Das Motto in diesem Jahr, „Herr, wohin sollen wir gehen?“, sei eine provozierende Frage, so Pfarrer Ulrich Lühring – gerade in der heutigen Zeit, wo viele Menschen der Kirche und dem Glauben den Rücken kehre. Er machte deutlich, dass es nicht so sehr um eine Marienfrömmigkeit gehe, sondern um eine Lebensgestaltung, die sich an der Heiligen Schrift orientiere, bei der Maria Vorbild sein kann, weil sie zum Zentrum des Glaubens hinführe.

Nach dem sakramentalen Segen bedankte sich Siegmund Conrads bei den „Beierjungs“, dem Fahrzeugstab, den Fahnen-, Banner- und Kreuzträgern, den Kerzenstiftern und besonders bei Franz-Josef Schumacher, der in diesem Jahr zum 71. Mal mit nach Heimbach gegangen ist. Conrads selbst kann in diesem Jahr auf ein kleines Jubiläum zurückblicken: Er leitet die Breiniger Fußwallfahrt seit zwanzig Jahren.

(mlo)