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Stolberg: Optimismus beim Blick auf die Euregionale

Stolberg : Optimismus beim Blick auf die Euregionale

Eines steht zweifelsfrei fest: An der Zuversicht und der eigenen Überzeugung wird die Euregionale 2008 in Stolberg nicht scheitern.

„Ich sehe das Forum Industriekultur an vorderster Stelle”, zeigte sich Bürgermeister Hans-Josef Siebertz von der hohen Wertigkeit des Projektes und den nicht minder hohen Chancen auf eine Berücksichtigung überzeugt.

„Kein anderer der zwölf im Kreis Aachen nominierten Bewerber ist schon so fortgeschritten in seinen Planungen”, bestätigte auch Stabsstellenleiter Hans Baum den ausgeprägten Optimismus der Initiatoren.

Keine Priorität

Der wurde allenfalls von den Äußerung des Euregionale-Geschäftsführers etwas getrübt. Ralf P. Meyer hatte am Dienstag gegenüber unser Zeitung angekündigt, dass der geplante Erweiterungsbau für das Industriemuseum Zinkhütter Hof bei der Agentur keine Priorität genieße. Vielmehr wolle man in erster Linie auf eine Restaurierung und Integration der Arbeiterwohnungen abzielen.

„Die waren von Beginn an ohnehin Bestandteil unseres Konzeptes”, konterte jetzt Kulturdezernentin Elisabeth Jansen-Eschner und fügte hinzu: „Ich bin über derartige Äußerungen zum jetzigen Zeitpunkt erstaunt und erinnere daran, dass es die Gesellschafterversammlung ist, die die Entscheidung in letzter Instanz treffen wird.” Deren Vorsitzender ist Landrat Carl Meulenbergh. Er soll nun zu dieser Angelegenheit Post aus dem Stolberger Rathaus erhalten.

Wichtige Entscheidung steht an

Während es sich im angekündigten Schriftverkehr um Detailfragen gehen wird, steht auf lokaler Ebene eine wichtige Grundsatzentscheidung an. Am 20. Juli soll der Rat nach den Vorstellungen der Verwaltung nicht nur seine Zustimmung zu einem Eigenanteil von 5000 Euro für die weitere Qualifizierungsphase erteilen. Vielmehr soll in einer Absichtserklärung die weitere - auch finanzielle - Unterstützung des Projektes formuliert und den Verantwortlichen der Euregionale damit ein deutliches Signale gesendet werden.

„Das heißt aber nicht, dass wir Beschlüsse zu konkreten Summen fassen werden oder uns pauschal zur Übernahme aller anfallenden Kosten verpflichten”, schränkt Hans-Josef Siebertz ein. Genaue Zahlen werden - dem dann neu formierten - Stadtrat erst im nächsten Jahr vorgelegt.

Ein positives Votum am 20. Juli und die Gewährung des zugesagten Landeszuschusses von 20.000 Euro vorausgesetzt, hat Stolberg bis zum 30. Juni 2005 Zeit, einen so genannten Masterplan für das „Forum Industriekultur” zu erstellen. In ihm wird nicht nur der Kostenrahmen des Projektes exakt bestimmt, sondern auch die inhaltliche und konzeptionelle Weiterentwicklung dokumentiert. Ab dem Herbst soll sich zu diesem Zwecke ein wissenschaftlicher Beirat konstituieren und ein Workshop mit Experten aus der Region abgehalten werden.

Suche nach Partnern

Im Herbst wird dann auch die Suche nach möglichen Kooperationspartnern aufgenommen - und dies in der gesamten Euregio, wie der Bürgermeister betont. „Schließlich ist das Forum Industriekultur im gesamten Kreis einzigartig und wird Stolbergs herausragende Position im euregionalen Netzwerk der Industriemuseen noch mehr stärken.”