Stolberg: Offizieller Spatenstich zum neuen Parkhaus am Hauptbahnhof

Stolberg: Offizieller Spatenstich zum neuen Parkhaus am Hauptbahnhof

Der Stolberger Hauptbahnhof entwickelt sich immer mehr zu einem Drehkreuz — zum von Heiko Sedlaczek postulierten Drehkreuz für den Schienenverkehr in der Region und auch zum Drehkreuz für Informationen.

So wertet Heiko Sedlaczek beim offiziellen Spatenstich die Vorfinanzierung des 3,2 Millionen Euro kostenden Parkhauses als herausragende Maßnahme. „Es ist unser größtes Projekt“, lobt der NVR-Manager das Vertrauen der Stadt in eine später folgende Rückerstattung. Sedlaczek ebenso wie Bürgermeister Tim Grüttemeier unterstreichen in ihren Ansprachen die gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten zur Realisierung des Parkhaus-Projektes, das im Herbst des nächsten Jahres abgeschlossen sein soll.

Während voraussichtlich im Mai das Parkhaus öffnet, beginnen im Januar die Arbeiten der Deutschen Bahn zur Sanierung des Mittelbahnsteigs und Bau der Skywalk genannten, barrierefreien Überführung zum Parkhaus hin bei laufendem Betrieb auf der Strecke Aachen — Köln. 5,33 Millionen Euro nehmen DB und NVR dafür in die Hand. „Das Schienendrehkreuz Stolberg entwickelt sich zu einem geschlossenen Bild“, sagt Sedlaczek. Und Tim Grüttemeier spricht gar von einem aus dem Dornröschenschlaf wach geküssten Hauptbahnhof, dem die Kupferstadt mit der Entwicklung zum „Euregio Railport“ zu steigender Bedeutung als Logistikstandort und Hinterland-Terminal der Nordseehäfen verhelfen will.

Doch zunächst verspricht Architekt Reinhard Gerlach, der vor 25 Jahren seine Karriere mit dem Bau der Stolberger Feuerwehrwache begann, ein zeitgemäßes und zeitlos schönes Parkhaus, das solide auf sparsamen Baugrund erstellt funktional und komfortabel die Nutzer anlocken solle. Die grüne horizontale Verkleidung stehe für die Patina des Kupfers und die Dynamik des Verkehrs.

Mit Parkhaus, Skywalk und Euregio Railport ist das Projekt beileibe noch nicht abgeschlossen. Die Kupferstadt erneuert ihr Teilstück der Rhenaniastraße ebenso wie der Projektleiter Arnd Meyer vom Landesbetrieb Straßenbau ankündigt, „sein“ Teilstück der L 236 im kommenden Jahr zu sanieren. Und dann bleibt noch die bereits angegangene Aufwertung des Hauptbahnhof-Umfeldes...