Köln/Stolberg: Ömer B. aus Stolberg: Haftstrafe für „eine Wahnsinnstat”

Köln/Stolberg: Ömer B. aus Stolberg: Haftstrafe für „eine Wahnsinnstat”

Der 30 Jahre alte Stolberger Ömer B. ist am Donnerstag vom Kölner Amtsgericht zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. B. hatte am Morgen des 4. Dezember 2011 nach einem Discobesuch zwei Unfälle in der Kölner Innenstadt verursacht, beim zweiten waren sieben Menschen teils lebensgefährlich verletzt worden.

B. hatte vor Gericht angegeben, während der Taten vollkommen betrunken gewesen zu sein; ein rechtsmedizinischer Gutachter hatte dies jedoch wiederlegt.

Der Vorsitzende Richter, Karl-Heinz Seidel, sprach B. der schweren Körperverletzung in sechs Fällen für schuldig, außerdem des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, der Unfallflucht und der Gefährdung des Straßenverkehrs. Seidel hielt Ömer B. bei der Strafbemessung zu Gute, zum einen Reue gezeigt und sich zum anderen bei seinen Opfern entschuldigt zu haben.

Dennoch sprach der Richter von „einer Wahnsinnstat”. Dass Ömer B. bei der Flucht besonders von der Stelle des zweiten Unfalls offenbar völlig egal gewesen sei, was mit seinen Opfern passiert sei, nannte er „dreist”.

Die Haftstrafe kann nicht zur Bewährung ausgesetzt werden. Allerdings hat B. eine Woche lang Zeit, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Der Prozess würde in diesem Fall vor dem Landgericht Köln neu verhandelt.

Mehr von Aachener Zeitung