Ökumenisches Pfingstfest

Kirchengemeinde St. Lucia : Ökumenisches Pfingstfest

Katholiken und Protestanten feiern gemeinsam einen Gottesdienst.

Gottes Geist ist eine Wirklichkeit, die alles durchdringt, keine Sprachlosigkeit kennt, alle Barrieren überwindet und jede Grenze öffnet. Keine Mauer kann ihn aufhalten. Die Kraft der Neuschöpfung trifft jeden persönlich, und das unspektakulär und voller Energie und Licht, so wie es im Lied „Einer hat uns angesteckt mit der Flamme der Liebe, einer hat uns aufgeweckt, und das Feuer brennt hell “, dass die Christen zu Beginn des ökumenischen Pfingstgottesdienstes in Stolberg anstimmten, zum Ausdruck kam. In Erinnerung an das Pfingstereignis, das vor fast 2000 Jahren Menschen unterschiedlichster Herkunft und Sprache für Christus begeisterte, feierten die Evangelische Kirchengemeinde Stolberg und die Katholische Kirchengemeinde St. Lucia den Geburtstag aller christlichen Kirchen miteinander. Ein Team von Laien und Theologen hatte den Gottesdienst vorbereitet, dessen Akzent auf „Gemeinschaft ausstrahlen in Jesus Christus“ lag. Der Kirchenchor St. Lucia und die Evangelische Kantorei unter Leitung von Jo Schulte sangen zur Begleitung von Klavier, Gitarre, Mandoline und Geige eine bunte Mischung geistlicher Lieder. „Nicht Abkehr und Trennung verbinden, sondern Umkehr und Hinkehr zu Christus und zueinander“, erklärte Pfarrer Funken in seiner Begrüßung. „Die Einheit in versöhnter Verschiedenheit ist unser aller Traum und die Vielfalt der Reichtum, den Er schenke. So lasst uns nicht Bedenkenträger, sondern Hoffnungsträger sein.“ Funken und Wegmann teilten sich die liturgischen Aufgaben an diesem Morgen. Das Feuer sei in der Bibel das Symbol für das Wirken Gottes. „Es ist alles verzehrend, aber auch wärmend und erleuchtend und lässt die Gefährlichkeit der Natur ebenso erkennen wie die Herrlichkeit und den Glanz“, betonte Pfarrer Wegmann und zeigte an einem Diamanten die vielen Facetten der Strahlen Gottes. Wie Gott sich dieser Strahlen bedient und seine Gedanken kundtut, machten Beispiele deutlich, die einzelne Gläubige vortrugen. Da war vom Licht in der Finsternis die Rede, von der Größe Gottes in der Natur, vom Wort Gottes, das anfeuert und die Menschen weiter im Glauben führt, christliche Werte zu leben. In jedem müsse ein Feuer brennen, um etwas Wertvolles, Wichtiges und Notwendiges zu tun. Die Fürbitten rankten um Christus, den Türöffner, den Lichtbringer und den guten Hirten, der in der Kraft der Auferstehung in uns wirksam wird und die Welt verwandelt. Im Anschluss lud der Vorbereitungskreis zum gemütlichen Beisammensein ein, zu dem Gruppen aus dem Haus und der beiden Gemeinden eine bunte Palette von Angeboten vorbereitet hatten.

(mlo)