Stolberg: Ökumenischer Kreuzweg: Gläubige plädieren für Menschlichkeit

Stolberg: Ökumenischer Kreuzweg: Gläubige plädieren für Menschlichkeit

Gut 200 Teilnehmer haben bei dem Ökumenischen Kreuzweg in der Alt- und Innenstadt in Stolberg an den Leidensweg Jesu Christi erinnert. Von der Vogelsangstraße aus zogen sie mit den katholischen Geistlichen Pastor Hans-Rolf Funken und Diakon Achim Jaskulski sowie dem evangelischen Pfarrer Jens Wegmann zur Kirche St. Mariä Himmelfahrt auf der Mühle.

Pfarrer Wegmann betonte, dass die Ökumene in Stolberg weiterhin gestärkt werden solle: „Wir verstehen uns als eine christliche Gemeinschaft, die wachsen will.“

Die Kreuzweg-Prozession, bei der Pfadfinder Schilder und das Kreuz trugen, wurde von Instrumentalisten der Stolberger Sing- und Spielgemeinschaft (SSG) musikalisch begleitet. Bei dem Ökumenischen Kreuzweg setzten die Teilnehmer Zeichen des Glaubens und der Menschlichkeit, plädierten für Frieden und ein tolerantes Miteinander. Denn mit dem Kreuzweg sollte einerseits an den Leidensweg des Sohnes Gottes erinnert werden, andererseits folgten die Gläubigen symbolisch dem Weg des Erlösers, der die Werte Nächstenliebe, Frieden und Toleranz gelebt vermittelt.

An verschiedenen Stationen mit Leitfragen machte die Prozession Halt, und die Teilnehmer des Ökumenischen Kreuzwegs positionierten sich deutlich gegen jede Form von Gewalt und Radikalismus. Mit ihren Gedanken und Herzen waren die Gläubigen sowohl bei ihrem Herrn Jesus Christus, als unter anderem auch bei den Menschen, die über das Mittelmeer verzweifelt vor Krieg und Terror flüchten, und bei den Kriegstoten in der Ukraine.

(dim)
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