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Stolberg: Nur Zweifall bleibt die Ausnahme

Stolberg : Nur Zweifall bleibt die Ausnahme

Die Ganztagsgrundschule ist auf dem Vormarsch und wird ihren Weg voraussichtlich in zwei Stufen beschreiten. Nach einer aktuellen Bedarfsabfrage des städtischen Schulamtes wollen spätestens zum Schuljahrsbeginn 2005/2006 alle Grundschulen im Stadtgebiet ein ganztägiges Angebot einführen.

Eine Ausnahme macht alleine die Einrichtung in Zweifall, die an ihren bereits bestehenden Betreuungsprogramm festhalten wird.

„Das Thema als solches ist von allen Schulleitern sehr positiv aufgenommen worden”, wusste Schulamts-Leiter Udo Griese am Mittwoch auf Anfrage von einem Treffen aller Beteiligten mit der Verwaltung zu berichten.

Dabei müssen mehrere Schulen allerdings erst die strukturellen Voraussetzungen schaffen und bestehende Angebote auslaufen lassen, ehe sie die Ganztagsbetreuung einführen.

Antrag bis 30. April

Bereits zum kommenden Schuljahr ist der Start an den Grundschulen Breinig, Grüntalstraße und Prämienstraße geplant. Sie müssen bis zum 30. April alle Voraussetzungen für einen Förderantrag beim Land erfüllen.

Pädagogisches Konzept

Gefordert werden vor allem die verbindlichen Anmeldungen der Kinder, ein pädagogisches Konzept und ein Finanzierungsplan. Letztgenanntem kommt auch auf kommunaler Ebene große Bedeutung zu, hat der Rat grundsätzlich der Einführung von Ganztagsgrundschulen nur für den Fall zugestimmt, dass die „Kostenneutralität” für die Stadt gewährleistet wird.

Als beispiel- und vorbildhaft führt die Verwaltung die Gressenicher Schule an, die seit September die Vorreiterrolle in Stolberg eingenommen hat.

Räumliche Grenzen

Fraglich ist noch, auf welche räumliche Grenzen die zeitliche und programmatische Ausweitung stoßen könnte. „Die Voraussetzungen sind da sehr unterschiedlich”, erklärt Griese. „Während beispielsweise in der Prämienstraße keine Probleme zu erwarten sind, ist es in der Hermannstraße oder der Bischofstraße schon jetzt sehr eng.”

Abhilfe könnte in alle Fällen eine Erweiterung oder Umgestaltung schaffen, für die der Bund eine 90-prozentige Bezuschussung in Aussicht stellt. Ein entsprechender Antrag für die Grundschule Gressenich ist derzeit in Vorbereitung und muss bis zum 31. Januar abgeschickt werden.