Stolberg: Nur im Wasser keine netten Gastgeber

Stolberg: Nur im Wasser keine netten Gastgeber

Das Wasser spritzt in alle Richtungen. Es wird gezogen und gerangelt, manchmal wird der Kopf des Gegenspielers auch einfach unter Wasser gedrückt. Ganz so brutal, wie es sich vielleicht anhören mag, ist Wasserball nicht. Doch im Becken des Hallenbads Glashütter Weiher geht es dennoch ordentlich zur Sache.

Beim traditionellen Wasserballturnier des Stolberger Schwimmvereins geht es allerdings außerhalb des Beckens genauso friedlich und freundschaftlich zu - nur im Wasser möchte jeder gewinnen. Schließlich sind die befreundeten Vereine aus Kaiserslautern, Herford oder sogar Hamburg nicht hunderte Kilometer gefahren, um lockere Trainingsspielchen zu absolvieren.

„Die Klubs nehmen das Turnier eigentlich alle als Saisonvorbereitung”, erklärt Jochen Drees, Wasserballwart des Stolberger Schwimmvereins. Acht Vereine aus ganz Deutschland durfte Drees an zwei Turniertagen in der Stolberger Schwimmhalle begrüßen, die Nacht verbrachten die Wasserballer in der nahe liegenden Turnhalle. Der Stolberger Schwimmverein präsentierte sich - vor allem bei der Turnierparty am Samstagabend im Bistro der Schwimmhalle - als
guter Gastgeber.

Keine Gastgeschenke

Nur im Becken machten die Wasserballer keine Gastgeschenke. Der Titelverteidiger ließ Derne im Finale wie den anderen Gegnern zuvor keine Chance und gewann souverän mit 10:4. Alleine Stolbergs bester Spieler Thomas Kreus traf in diesem Spiel fünf Mal. Die Kupferstädter lagen zwar zunächst mit 1:2 zurück, beherrschten das Spiel danach aber. Im Spiel um Platz 3 setzte sich Borghorst gegen Kaiserslautern durch.

Für die Damen des Stolberger SV lief es nach guten Leistungen am Samstag am zweiten Turniertag hingegen weniger gut, das Spiel um Platz 3 gegen Köln ging verloren. Dennoch zog Jochen Drees ein durchweg positives Fazit und sieht vor allem die Männer für den Saisonauftakt am kommenden Wochenende in Bocholt gut gerüstet.

„Ich denke, wir sind auf die Verbandsliga-Saison sehr gut vorbereitet”, meint Drees, der die Mannschaft gleichzeitig trainiert und klare Vorstellungen für die kommende Saison hat: „Wir sind im vergangenen Jahr aufgestiegen und haben die Klasse gehalten, jetzt ist unser Ziel die Endrunde.” Um sich für die Endrunde zu qualifizieren, müssen die Stolberger einen der vier ersten Plätze erreichen.

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