Aachen/Stolberg: NPD-Ratsmitglied muss wegen Körperverletzung Geldstrafe zahlen

Aachen/Stolberg: NPD-Ratsmitglied muss wegen Körperverletzung Geldstrafe zahlen

Ein Urteil wegen Körperverletzung gegen den Vorsitzenden des NPD-Kreisverbandes, Willibert Kunkel, hat am Donnerstag das Landgericht Aachen bestätigt.

Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Stolberger einen Passanten im Umfeld eines Infostandes in Düren an den Kopf geschlagen hatte.

Kunkel hatte Berufung gegen ein Urteil des Amtsgerichtes Düren eingelegt. Es hatte den NPD-Mann Ende 2007 wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 2400 Euro verurteilt.

Der Berufungsprozess lief seit Anfang Oktober und war wegen fehlender Entlastungszeugen zweimal vertagt worden. Die Kammer fand nun, deren Aussagen zugunsten des Ratsmitgliedes seien „bestenfalls unergiebig” und teils nahe an Falschaussagen gewesen. Glaubhaft seien indes das Opfer und eine Jurastudentin. Die junge Frau hatte ausgesagt, Kunkel habe nach dem Passanten geschlagen.

Der leichte Schlag mit der Hand sei jedoch nicht gezielt, sondern „aus spontaner Verärgerung heraus” geschehen, sagte der Richter. Da Kunkel schon einmal wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 2100 Euro verurteilt worden war, sah die Kammer ihn als vorbelastet an und hielt die neue Geldstrafe von 2400 Euro für angemessen.