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Stolberg-Mausbach: Noppenberg mit kollektiver Kraft zu Gold

Stolberg-Mausbach : Noppenberg mit kollektiver Kraft zu Gold

„Vorsicht”, hieß es am Samstag für alle Autofahrer rund um Mausbach, denn 285 Radfahrer „belagerten” während der Tour des Stolberger Radsportclubs die Straßen.

Hierbei kämpften Mitglieder aus Vereinen des ganzen Bezirks für die Jahreswertung des Bundes deutscher Radfahrer.

Den größten Vorteil besaß jedoch nicht der schnellste Radler, sondern getreu dem Motto „Einer für alle, alle für einen” zählte die Größe und Stärke des jeweiligen Teams.

Denn auf den drei verschiedenen Strecken über 45, 75 und 111 Kilometer konnte der Einzelne einen bis drei Punkte für seine Mannschaft erkämpfen. Die längste Strecke führte die hart erprobten Teilnehmer über Lammersdorf, Simmerath, Heimbach, Nideggen, Kreuzau und Langerwehe.

Ausdauer und Ehrgeiz

Folglich waren Ausdauer und sportlicher Ehrgeiz dort besonders gefragt. Auch das zwischenzeitlich einsetzende Unwetter durfte dem abgehärteten Radfahrer nicht den Kampfgeist nehmen. Die erste Hürde hatten die Teilnehmer an der Kontrollstelle in der Lammersdorfer Waldsiedlung zu passieren, wo sie von Stefanie und Karl-Heinz Baumann mit Tee und Waffeln versorgt wurden.

„Manch einer fährt auch weiter, ohne etwas zu trinken,” staunten die Streckenposten über das Durchhaltevermögen der ersten Ankömmlinge. Die meisten hielt es hier nicht länger als fünf Minuten. Keiner wollte die Gefahr auf sich nehmen, von den dicht gefolgten Konkurrenten überholt zu werden, denn irgendwie spielte der persönliche Erfolg dann doch eine gewisse Rolle.

Große Eile auch beim Stempeln

Im Eiltempo ließen sich die Sportler ihre zurückgelegte Strecke von den „Stempeljungen” Marc und Oliver bescheinigen und traten weiter in die Pedale. Nicht alle hatten den Sieg vor Augen: Der gemütliche Radler oder der Alternative auf einem außergewöhnlichem Drahtesel mit drei Rädern hatte als Einzelkämpfer keine Chance auf einen Pokal. Hier hieß das Motto dann eher: „Nur Genießer fahren Fahrrad.”

Ob nun Kämpfer oder Genießer: Alle Teilnehmer erreichten nach vier bis acht Stunden trotz Gewitters und Regen unversehrt das Ziel. Das Rennen machte schließlich der RC Noppenberg mit der größten Beteiligung. Den zweiten Platz belegte der RC Dorff, Bronze holte der RTC Aachen Lintert. Der Vorsitzende des RSC Stolberg, Hans-Rainer Sorge, überreichte den Platzierten ihre wohl verdienten Pokale und freute sich über die rege Beteiligung.