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Noch bis Ende April ist Ausstellung im Stolberger Rathaus zu sehen

Ausstellung im Stolberger Rathaus : Bild der Frauen in der Kommunalpolitik

Beginnend mit dem vierten „Tag der Geschichte“ zeigt das Stadtarchiv Stolbergs in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten Susanne Goldmann bis Dienstag, 30. April, die Ausstellung mit den aktuellen Forschungsergebnissen von Iris Gedig und Christian Altena.

Die Frauen, die seit 1919 in den Gemeindeversammlungen Büsbachs, Gressenichs und Zweifalls und in der Stadt beziehungsweise im Stadtrat Stolbergs, als gewählte Vertreterinnen Politik gestalteten, sind erstmals mit Namen, Bildern und biografischen Daten ermittelt worden.

Viel weitere Forschungsarbeit ist notwendig, um ein vollständiges Bild der Frauen der ersten Stunde der Demokratie zu erlangen. Zu sehen ist die Ausstellung zu den üblichen Öffnungszeiten der Stadtverwaltung im Foyer des Alten Rathauses vor den Räumlichkeiten des Stadtarchivs.

Dort haben die Besucher Gelegenheit, über einen ausliegenden „Stimmzettel“ ihre Einschätzung zum Stand der Gleichberechtigung von Frauen und Männern in Deutschland und zur aktuellen wissenschaftlichen Aufbereitung der Geschichte der Frauen in Stolbergs Lokalpolitik anonym mitzuteilen. Die nicht repräsentativen abgegebenen Stimmen von neun Frauen und sieben Männern am Tag der Geschichte 2019 ergeben bislang ein klares Stimmungsbild: In Schulnoten bemessen wurde die Gleichberechtigung in Deutschland mit 5,4 als mangelhaft bewertet.

Die Notwendigkeit, mehr für die Gleichberechtigung zu tun bekam mit 1,5 eine hohe Priorität zugesprochen. Die Ausstellung des Stadtarchivs erhielt mit einer 1,4 eine sehr gute Beurteilung und auch das Interesse an weiterer Forschung zur Stolberger Frauengeschichte und einer entsprechenden Publikation der Ergebnisse ist mit 1,4 bzw. 1,5 sehr hoch.

Bis zum Schluss der Ausstellung haben die Besucher weiterhin Gelegenheit, Ihre Meinung kundzutun und Mitteilungen und Anregungen zu hinterlassen.