„Ninja Warriors“ motivieren Tabalingo-Kinder zu Höchstleistungen

Besonderer Parcours : „Ninja Warriors“ motivieren Tabalingo-Kinder zu Höchstleistungen

Schnell huschten die Kinder und Jugendlichen über den frisch aufgebauten Parcours. Flink über den Fünfsprung hinweg, mit einer kleinen Hangelpartie weiter und dann im Vollsprint über ein paar Gymnastikbälle ab ins Ziel zum Abklatschen. Beim Besuch der „Ninja Warrior“ Arleen Schüßler und Benedikt Sigmund wurde es sportlich auf dem Gelände der integrativen Einrichtung Tabalingo.

„Wir sind sehr froh, dass die Beiden mittrainieren“, betonte auch Geschäftsführerin Ursula Espeter, die den „Tabalingo Warrior“ zum zweiten Mal als Highlight des Ferienprogramms veranstaltete.

Vier Jungs und vier Mädchen stellten sich der Herausforderung, die aus 14 Wettkämpfen in der ganzen Woche bestand. Zum Parcours waren dann auch die beiden Fernsehstars aus Aachen, die als erstes Pärchen der Sendung „Ninja Warrior“ Schlagzeilen machten, vor Ort und gaben hilfreiche Tipps.

Der Kontakt kam ganz einfach zu Stande, nach einer kurzer Nachricht online erklärten sich Schüßler und Sigmund sofort bereit, für die Kinder und Jugendlichen da zu sein. Gespannt hörten sie zu, als ihnen Espeter das Konzept der fast einmaligen Einrichtung erklärte, die seit zehn Jahren existiert und schon mit zahlreichen Auszeichnungen belohnt wurde.

Mit den sportlichen Übungen wolle man besonders das Selbstvertrauen der Kinder fördern, das oftmals im Alltag aufgrund der unterschiedlichen Behinderungen leidet, so die Leiterin der Einrichtung, die zusammen mit ihrem Sohn auch schon eine Fußballliga für integrative Mannschaften etablierte, die sich steigender Popularität erfreut. In der Gruppe zum Klettern hat sich bei Tabalingo lange nur ein Kind engagiert, doch es wurden immer mehr, erzählte Espeter. Insgesamt sind es 100 Kinder, die bei Tabalingo zusammen mit bis zu 40 Betreuern ihren Hobbies in den Gruppen Fußball, Ballspaß, Wald, Voltigieren, Theater, Grafiti und mehr nachgehen können.

Letztere konnten mit einer Förderung zudem die Bande am Fußball-Kleinspielfeld in den Ferien verschönern, die jetzt neben dem Tabalingo-Logo auch von den Skylines von Eschweiler, Stolberg und Aachen geschmückt wird. Nach den ersten Kindern, die den Parcours absolvierten, war es aber erstmal Zeit für eine Essenspause mit gesundem Obst und Gemüse. Dabei ließen es sich Schüßler und Sigmund nicht nehmen, die neugierigen Fragen der Kinder zum Alltag der TV-Sendungen zu beantworten. Dabei erfuhren sie, dass die Dreharbeiten oft den ganzen Tag dauern können und die beiden Aachener sich mit hartem Training auf die Show vorbereiten.

Natürlich hatten die Sportler ebenso einige Tipps parat und auch eine Einladung zur Aufnahme der Fernsehsendung. Als Bonus war zudem für jedes Kind ein Beutel mit einigem Merchandising-Produkten im Auto des Pärchens dabei, das von dem Konzept von Tabalingo absolut begeistert war. „Das ist einfach super, wenn man so etwas mit viel Herzblut betreibt. Es verbindet die menschliche Ebene und die richtige Ausstattung, da wollen wir natürlich ein bisschen helfen mit Tipps. Es ist wichtig den Kindern das Gefühl zu geben ´Das habe ich selber geschafft!´“, betonte Sigmund, der sein Studio in Aachen betreibt.

Und während die Kinder noch über den Parcours flitzten und versuchten, die Bestzeit zu knacken, erzählte Espeter bereits von der nächsten Idee. Im Rahmen eines Counselor-Programms sollen ausländische Betreuer zu Tabalingo kommen und von dem inklusiven Projekt lernen. Doch auch zum Deutschlernen ist die Zeit in Stolberg wichtig, und so will Espeter die Container, in denen die Counselor leben, noch etwas besser ausstatten. Mit Arleen Schüßler und Benedikt Sigmund hat die Anlage auf dem Donnerberg aber bereits ohnehin weitere Unterstützer gefunden, die genau wie alle anderen den Teilnehmern beim „Tabalingo Warrior“ einen großen, verdienten Applaus spendierten.

Mehr von Aachener Zeitung