Stolberg: New Orleans in den Kupferstädter Gassen

Stolberg: New Orleans in den Kupferstädter Gassen

„Die Erfolgsgeschichte geht weiter, und das diesjährige Thema bringt viel gute Laune in unsere Stadt. Zudem ist das, was ich schon jetzt vom Programm weiß, sehr beeindruckend”, blickt Bürgermeister Ferdi Gatzweiler in Richtung Kupferstädter Kulturfestival, dessen sechste Auflage unter dem Ländermotto „Stolberg goes USA” steht.

Von Freitag, 1\. Juni, bis Sonntag, 3\. Juni, feiert Stolberg ganz im Zeichen der „Stars and Stripes”, wobei aus den bisherigen Erfahrungen einige Änderungen im Vergleich zu den vorhergegangenen Festivals für noch größeren Erfolg sorgen sollen.

30 Konzerte an drei Tagen

Erstreckte sich das bunte Treiben im letzten Jahr über den Kaiserplatz bis hin zum „begondelten” Bastinsweiher, so stehe bei „Stolberg goes USA” hauptsächlich die Altstadt samt Burg im Fokus des Geschehens, sagt Kulturmanager Max Krieger: „Rund um Burg und Altstadt - zum ersten Mal auch in dem malerischen Kunsthandwerkerhof Alter Markt - gibt es an den drei Tagen 30 Konzerte, die natürlich akustisch so aufeinander abgestimmt sind, dass man immer nur eines hört, und kein ,Soundbrei entsteht.”

Big Bands, Brassbands, R & B, Blues, Gospel, Rock, Pop, Musical, Jazz und Soul erklingen im historischen Ambiente.

Die örtliche Ballung des Kulturfestivals, die Krieger im Einvernehmen mit dem Stadtrat beschlossen hat, sei keineswegs ein Rückschritt, sondern eine logische Konsequenz, betont der Vorsitzende des Kulturausschusses, Axel Wirtz: „Stolberg goes ... erfordert regelrecht diese Konzentration, damit das Hauptziel besser erreicht wird: dass Menschen sich begegnen und miteinander feiern. Außerdem haben wir ja jetzt auch die Chance, unser Wahrzeichen, die Burg, richtig in Szene zu setzen.”

Dieser Meinung schließt sich auch Andreas Ihrig vom Hauptsponsor, der Energie- und Wasser-Versorgung GmbH, an. „Ich freue mich auf das Festival, das in vollen Gassen der schönen Altstadt sicher attraktiver ist als auf zu weitläufigem Terrain”, meint Ihrig.

Dank des Engagements der Sponsoren wird auch das sechste Kulturfestival in doppeltem Sinne kostenlos sein: Die Gäste profitieren von freiem Eintritt zu allen Veranstaltungen, und die Stadtverwaltung zahlt für das Leuchtturmprojekt mit Alleinstellungsmerkmal für Stolberg ebenfalls nichts. Das wirtschaftliche Risiko liegt beim Kulturmanager, der „Stolberg goes ...” ausschließlich durch Sponsorengelder finanziert.

Eröffnet wird das Kulturfestival erstmalig in der Finkenbergkirche - mit einem Gospel-Konzert. Beim Programm, das Anfang Mai detailliert vorgestellt wird, setzt Krieger auf eine Mischung aus auswärtigen und lokalen Gruppen und Künstlern. So werden unter anderem der Country- und Westernclub „Copper City Pioneers” den oberen Burghof beleben, die Big Band „Crack Field Stompers” des Ritzefeld-Gymnasiums, die junge Stolberger Formation „In love with Musicals” und die Bluesband „Saturday Night Fish Fry” das musikalische Portfolio bereichern.

Der Sonntag mit der großen Parade als Höhepunkt von „Stolberg goes ...” werde in diesem Jahr besonders aufgewertet, so Krieger. Ab 13 Uhr bitten die Kupferstädter Geschäfte zum verkaufsoffenen Sonntag, und die Wartezeit bis zur Parade wird ab 14 Uhr schwungvoll überbrückt, wenn auf dem Kaiserplatz die 45 Musiker der „1st Marines Tribute Band” ein amerikanisches Platzkonzert anstimmen. Ab 15 Uhr rollen dann US-Automobile, Harley-Davidson-Motorräder, New-York-Police-Cars, Western-Planwagen und vieles mehr durch Stolberg.

Atmosphärischer Ausklang

Vereine, Showtanzgruppen, ein Baseball-Team und Präsentationen der vorherigen „Stolberg goes ...”- Länder China, Brasilien, Spanien, Frankreich und Italien ergänzen die Parade, die vom Kaiserplatz über den Steinweg in die Altstadt führt.

„Nach der Parade heißt es dann nicht: ,Das wars, jetzt gehen wir nach Hause. Sechs Brassbands ziehen im Anschluss noch bis 18 Uhr musizierend durch die Gassen der Altstadt, um das Kulturfestival stimmungsvoll ausklingen zu lassen”, beschreibt der Kulturmanager den Abschluss von „Stolberg goes USA”, von dem er sich das atmosphärische i-Tüpfelchen der Veranstaltungen verspricht: „Schließlich hat manches New Orleans-Jazz-Festival so angefangen”, frohlockt Krieger.

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