Stolberg: Neugestalteter Platz als Türöffner beim Land

Stolberg: Neugestalteter Platz als Türöffner beim Land

„Wie lange dauert es denn noch?”, fragt der Steppke und zupft Bürgermeister Ferdi Gatzweiler erwartungsvoll am Ärmel. So wie der Dreikäsehoch, hatten viele Bürger den Augenblick herbeigesehnt, an dem mit dem sprudelnden Brunnen der neugestaltete Olof-Palme-Friedensplatz eröffnet wird.

Das Ziel haben die Verantwortlichen erreicht: Wenig erinnert an den Charme der 60er Jahre, alles wirkt sauber, aufgeräumt und ansprechend. Das Fontänenspiel des Nadelbrunnens, das im Boden versteckte Düsen täglich von 9 bis 23 Uhr ausspeien, bildet den Blickfang des Vorplatzes der Stadthalle.

„Weit mehr als nur eine Aufhübschung”, sagt Ferdi Gatzweiler deutlich. „Die Neugestaltung ist als Türöffner zu verstehen”, um an begehrte Landesmittel der Städtebauförderung zu gelangen. Gut investiertes Geld, hält der Bürgermeister Kritikern entgegen, denn die Aufwertung des Platzes soll der Einstieg in weitere Projekte sein, für die eine Förderung erhofft wird.

Mit 70 Prozent beteiligt sich das Land an den ursprünglich mit 435.000 Euro veranschlagten Kosten der preisgekürten Planung. Zwar steht noch der zweite Bauabschnitt vor dem Hotel aus, aber Gatzweiler peilt schon einmal die Neugestaltung von Bastinsweiher nebst Flora an. „Wer sich nicht bewegt, hat verloren”, sagt der Bürgermeister.

Die Aufwertung von Plätzen sei insbesondere für die Geschäftswelt wichtig, um einer Verödung der Innenstadt zu begegnen.

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