Neuer Durchgangsverkehr soll gebremst werden

Neubaugebiet Auenweg: Neuer Durchgangsverkehr soll gebremst werden

Ein wenig wollte Paul Kirch (CDU) wohl die Gemüter beruhigen: „Es werden noch keine Details festgelegt“, bemerkte der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses bei der Bürgerinformation zum Entwurf für den Babauungsplan Auenweg/Pützbenden im Stadtteil Mausbach.

Rund 30 Anwohner und andere politisch Interessierte waren dazu in den Ratssaal am Kaiserplatz im Herzen der Kupferstadt gekommen.

Zwei kleine Details zu Beginn betteten das kleine, lokale in das große, politische Geschehen ein: Kirch musste vor Beginn der eigentlichen Veranstaltung dem Datenschutz Genüge tun. Zum einen mussten die Bürger sich damit einverstanden erklären, dass ihre Fragen und Ausführungen schon zum Erstellen eines Protokolls auf Band aufgenommen werden. Zum anderen verlas der Politiker einen allgemeinen Hinweis zum Datenschutz – und zwar, den gesetzlichen Vorgaben entsprechend, Wort für Wort.

Zwischen Auenweg und Oberfeld geht es um einen klassischen Lückenschluss, der die Wiese entlang des Feldweges zwischen den Gärten der Bebauung an Oberfeld, Unterfeld und Büchel in Bauland umwandeln soll. Unter dem Strich summieren sich die vier Flurstücke auf 5826 Quadratmeter. Sie befinden sich in privatem Eigentum und sollen mit sieben Einfamilien- und einem Mehrfamilienhaus bebaut werden. Wie in Stolberg üblich, müssen die Investoren die Planungs- und Erschließungskosten übernehmen.

Ulrich Schnuis, der als Planer die Bürgerinformation begleitete, fand in seiner Einführung zu einer positiven Grundeinschätzung des Projektes, dem vor der Umsetzung noch Planungsausschuss und Stadtrat zustimmen müssen: „Die überbaubaren Flächen sind großzügig festgesetzt.“ Doch es ging nicht um die Häuser an sich, die – wie es die Investoren aus zwei ortsansässigen Familien es sich wünschen – bebaut werden sollen. Es ging auch darum, dass der Durchgangsverkehr zwischen Dechant-Brock- und Gressenicher Straße über den Erschließungsweg durch das Neubaugebiet verhindert werden soll. Beabsichtigter Kunstgriff: Der Weg soll in seinem Verlauf von acht auf 6,50 Meter verkleinert und so die Durchfahrt nicht zuletzt für Raser verlangsamt werden.

Was die – Genehmigung vorausgesetzt – künftigen Anwohner und ihre bereits in der engeren Umgebung lebenden Nachbarn im Wartestand beschäftigt, dokumentierte die an- und abschließende Fragestunde, bei der neben Schnuis vor allem der Leiter des Planungsamtes im Stolberger Rathaus, Andreas Pickhardt, den Bürgern Rede und Antwort stand. Mehr Verkehr durch die Baustelle, die Entwässerung und eine mögliche Bodenbelastung durch den einstigen Erzabbau auf dem Gebiet – darum drehten sich die Fragen. Vor allem zum letzten Punkt konnte Amtsleiter Pickhardt mit einer einigermaßen beruhigenden Antwort aufwarten: „Im Altlasten-Kataster steht davon nichts.“

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