Stolberg: Neue Gewerbeflächen ausweisen

Stolberg: Neue Gewerbeflächen ausweisen

„Wir kommen an den Punkt, an dem wir uns Gedanken machen müssen über die Ausweisung neuer Gewerbeflächen“, sagt Tim Grüttemeier mit Blick auf Camp Astrid.

Vier weitere Flächen dürften innerhalb der nächsten beiden Monaten verkauft sein. Der obere Teil des Gewerbegebietes läuft langsam voll. Seit eineinhalb Jahren wächst das Interesse von Firmen an einer Adresse in Stolberg.

Als Ende der 90er Jahre das Gewerbegebiet Steinfurt ausverkauft war, verfügte die Kupferstadt jahrelang über keine freien Gewerbeflächen, erinnert der Bürgermeister auf einer Mitgliederversammlung der CDU im Saal von „Angie‘s Bistro“. Das wirkte lange nach; Unternehmen machten einen Bogen um Stolberg. Auch noch, als 2008 Camp Astrid belegt werden konnte. „In solche eine Situation darf die Stadt nicht noch einmal kommen“, sagt Grüttemeier. „Wir müssen vorsorgen“. Vorstellbar für den Bürgermeister ist die Ausweisung zukünftiger Gewerbeflächen in Mausbach. Derzeit laufen bereits die Vorbereitungen, das vier Hektar große Zincoli-Gelände als Gewerbegebiet auszuweisen, nachdem die Einzelhandels-Ansiedlung gestoppt worden war zugunsten der Entwicklung der Innenstadt.

Die sieht Grüttemeier auf einem guten Weg. „Wir haben viele Baustellen, die auch störend sind. Aber sie zeigen, dass wir viel Neues auf den Weg gebracht haben“. Aktuell laufen die Umgestaltung von Kaiserplatz und Bastinsweiher. Im kommenden Jahr folgen Umbau und Aufwertung von Rathaus- und Salmstraße, dann die weiteren Quartiere der Innenstadt: Steinweg, Willy-Brandt-Platz und Mühle.

An der Stadtrandsiedlung entstehe Stolbergs größtes Neubaugebiet; Schulentwicklungs- und strategische Sozialraumplanung seien auf den Weg gebracht. Die Kupferstädter Weihnachtstage würden weiter aufgewertet, und die Stadtparty erhalte neue Akzente. Und 2018 biete sich die Chance bei der 900-Jahrfeier die Kupferstadt gut und überregional zu präsentieren. „Wir haben Dynamik in die Entwicklung unserer Stadt gebracht“, so Grüttemeier weiter, „und die Bürger mit neuen Instrumenten an der Gestaltung beteiligt“.

(-jül-)