Neue Gesamtschule: Kalender „Kostümgeschichte“ passt ins Jubiläumsjahr

Stolberg: Kalender „Kostümgeschichte“ der Gesamtschule passt ins Jubiläumsjahr

Mit dem 2018er Kalender „Kostümgeschichte“ setzt auch die Neue Gesamtschule Stolberg an der Breslauer Straße eine gute Tradition fort, die von der Kogelshäuserschule initiiert, dann von der Sekundarschule Stolberg fortgeführt wurde und nun in den Händen der Neuen Gesamtschule liegt.

Wobei die Idee, den aktuellen Kalender unter das Motto „Kostümgeschichte“ zu stellen, schon im Jahr 2016 bei vier Schülerinnen der Sekundarschule gereift ist: Chiara, Manar, Selina und Sherin wollten alte Fotografien aus der Kupferstadt verwenden und dazu passend historische Kostüme gestalten.

Mit Hilfe des Stadthistorikers Christian Altena suchten die Schülerinnen Fotos aus dem Stadtarchiv, und sie wurden auch von der Stadtbücherei unterstützt, wo sie Bücher zur Kostümgeschichte wälzten. Die Macherinnen des Kalenders suchten Schnittmuster, sammelten Puppen, wühlten sich durch Unmengen von Stoffen und verbrachten dann enorm viel Zeit mit Näharbeiten, die Thomas Mallmann begleitete.

Dann wurden Puppen in historische Gewänder gekleidet, abgelichtet und mit Hilfe von Heike Rutkowski in alte Fotos mit geschichtsträchtigen Stolberger Motiven montiert. Für das Layout des Kalenders war dann bewährter Weise Claudia Titz zuständig.

Den Umfang der Arbeiten an dem Kalender hatten die vier Initiatorinnen im Vorfeld unterschätzt, aber die Schülerinnen haben mit viel Durchhaltevermögen den Kalender dennoch fertiggestellt. Die Sekundarschule war inzwischen selbst ein Teil Kupferstädter Geschichte geworden, so dass nun der erste Kalender der Neuen Gesamtschule vorliegt. Und das Resultat passt bestens in das Jahr 2018, in dem Stolberg sein 900-jähriges Bestehen feiert. Die mit authentischen Kostümen versehen Puppen finden sich etwa an der Salmstraße und am Mühlener Markt um 1900. Aus dieser Zeit stammen auch Motive wie die Krautlade und der Kupferhof Rosental.

Der Innenhof der Ellermühle, der Hof Weide, ein altes ehemaliges Hammerwerk am Binsfeldhammer und der Kupfermeisterfriedhof an der Finkenbergkirche sind ebenfalls Schauplätze an denen die von der Schülerinnen passend eingekleideten Puppen auftauchen.

Der Kalender verfügt neben den einzelnen Monatsblättern sowohl über einen Jahresüberblick für 2018, als auch über eine Jahresübersicht für 2019 und ist in den Formaten DIN A3 und DIN A4 für 10 Euro beziehungsweise 5 Euro in der Bücherstube am Rathaus erhältlich.

(dim)
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