Neue Artibus-Ausstellung in der Stolberger Burg

Eröffnung am Sonntag: Zwei Seelen finden auf der Leinwand zueinander

Die neue Artibus-Kunstausstellung im Rahmen des städtischen Kulturprogramms ist am Sonntag eröffnet worden und lockt nun in die Burg-Galerie. Die großformatigen Werke von Antonio Máro sind vielfältig und dennoch im typischen Máro-Stil gehalten.

Die Artibus-Ausstellung besticht mit der Qualität wie mit der Bandbreite Máros Malerei. Hintergründige informelle Werke treffen auf abstrahierte Motive und auch auf Gegenständliches.

Mit Farbtönen zwischen Messing und Kupfer wird in einigen Werke zudem an das 900-jährige Bestehen der Stadt Stolberg erinnert.

Eine weitere Besonderheit stellt der Künstler Antonio Máro dar, der eigentlich aus zwei Personen besteht. Denn Antonio Máro ist genau genommen ein Pseudonym, dessen sich zwei Künstler seit bereits 1972 bedienen, wenn sie zusammen Werke erschaffen. Es sind der 90-jährige Apolo Ramírez Zapata und sein Sohn Rafael Ramírez, der „in seinen anderen Leben“ sowohl eigenständiger Künstler als auch Kurator der Artibus-Reihe ist. „Unsere Zusammenarbeit ist vergleichbar mit einer Free-Jazz-Improvisation, bei der ein Musiker einen Impuls gibt und ein anderer diesen mit seinem Instrument aufnimmt. So entstehen auch unsere Werke, nur nicht mit Musik, sondern mit Farbe auf Leinwand“, beschreibt Rafael Ramírez.

Kunstvolle Kooperation

Eben jene kunstvolle Kooperation wird in den Werken deutlich, wenn zwei Ebenen zu einer verschmelzen. Denn bei der Malerei von Antonio Máro wohnen zwei Seelen nicht in einer Brust, aber auf einer Leinwand.

Die Artibus-Kunstausstellung mit Werken von Antonio Máro ist in der Burg-Galerie, Faches-Thumesnil-Platz, bis Freitag, 16. November, zu sehen. Die Winter-Öffnungszeiten der Burg-Galerie sind dienstags bis sonntags von 15 bis 18 Uhr.

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