Neues in Schevenhütte: Neue Arnoldushütte schmückt den „Backofen“

Neues in Schevenhütte : Neue Arnoldushütte schmückt den „Backofen“

Wann genau die Arnoldushütte erstmals errichtet worden ist, weiß auch Edi Joßet nicht. „Ich lebe doch erst seit 35 Jahren in Schevenhütte“, entschuldigt das engagierte Mitglied des Heimat- und Bürgervereins (HBV).

Selbst Willi Spiegelmacher von der „Päddchens Kolonne“ kann sich nur an Namensgeber „Jerhardse Nöll“ erinnern.

Jedenfalls ist während der vergangenen drei Jahrzehnte die Schutzhütte am „Backofen“ bereits einmal saniert worden. Aber jetzt war sie so hinüber, dass die Stadt dem HBV zur Hand ging, um eine nagelneue Hütte zu errichten. Denn diesem Bauwerk kann ebenso wie der Talsperre eine gewisse Bedeutung für das Leben in Schevenhütte nicht abgesprochen werden. Natürlich erst nach der Mainacht haben Mitglieder der „Päddchens Kolonne“ mit dem Abriss des Vorgängers begonnen. „Das war eine Heidenarbeit“, erinnert sich Joßet. „Alle Bretter waren mit 16er Nägeln verankert; jedes musste einzeln ausgebaut werden.“

Rund 10.000 Euro hat die Kupferstadt in den Rohbau der neuen Hütte mit Innenbank investiert, berichtet Beigeordneter Tobias Röhm. „In einen Baukasten“, erklärt Georg Paulus. Seine Mitarbeiter beim Technischen Betriebsamt haben die Rohbau-Teile auf einem neuen Fundament zusammengefügt. Derzeit gestalten sie den Vorplatz mit neuem Pflaster. Entstanden ist eine schmucke Hütte, die HBV-Mitglieder noch mit der von der Stadt gestellten Farbe anstreichen und sie noch mit einem kleinen Fenster – der sozialen Kontrolle halber – versehen wollen.

Dank sagt Edi Joßet den städtischen Vertretern bei dieser Gelegenheit für die Untersützung bei der Sanierung des Ehrenmals, wobei mehr als die Hälfte des Aufwands übernommen wurde, und die neue Rinne in der Straßenkurve vor der Kirche.

Der Bürgersteig links der Nideggener Straße soll ein neues Pflaster aus Betonstein erhalten, damit er barrierefrei nutzbar wird. Auf der rechten Seite bleibt das Altstadtpflaster erhalten. Foto: Jürgen Lange

Am Donnerstag soll der Vergabeausschuss einen weiteren Wunsch aus Schevenhütte erfüllen. Der westliche Bürgersteig der Nideggener Straße zwischen „Backofen“ und Kindergarten erhält in Absprache mit dem HBV ein neues Pflaster aus Betonstein, damit er wieder barrierefrei benutzt werden kann. Gut 60.000 Euro möchte die Stadt investieren.

Am Freitag wird der Heimat- und Bürgerverein bei seiner Mitgliederversammlung ein neues Kapitel aufschlagen: Weil der Vorsitzende und sein Stellvertreter „auswandern“, muss eine neue Führungscrew gefunden werden.

(-jül-)