Musikvereinigung Euphonia und Blaskapelle Schaufenberg begeistern

Überzeugendes Gemeinschaftskonzert : In den Proben zu einer musikalischen Einheit geworden

Ein Asyl, und sei es das Gressenicher Pfarrheim an der Römerstraße, ist normalerweise alles andere als ein bequemes Quartier. Was das betrifft, sind die Aktiven der Mausbacher Musikvereinigung Euphonia und ihre Kollegen von der Blaskapelle Schaufenberg aus Alsdorf noch einmal um das Schlimmste herumgekommen – ironisch gesprochen.

Denn beim Konzert der beiden Vereine füllten die dankbaren Fans der Künstler den Saal des Pfarrheims bis zum letzten Platz.

Auch wenn die Ausführenden und ihre Freunde eine kurze Reise antreten mussten, um zu einander zu finden: Sie taten es trotzdem gerne (und mit Erfolg) und erfreuten sich an dem Programm mit dem Titel „Mozart meets Coldplay“ – übrigens in Anwesenheit der Ortsgeistlichen Norbert Bolz und Sylvanus Njurum.

Norbert Bildstein, der Vorsitzende der „Euphonia“, stellte ein Dankeschön vor den eigentlichen Beginn der Folge der Stücke – ein Dankeschön für die gastfreundliche Aufnahme im geräumigen Pfarrheim des Nachbarortes. Sprach‘s und setzte sich wieder ans Notenpult zu den Trompetern, um zusammen mit seinen Kameradinnen und Kameraden den Samstagabend mit Johann Schrammels walzer- und melodieseligem Werk „Wien bleibt Wien“ gemütvoll und beschwingt einzuläuten.

Unter dem immer wieder abwechselnden Dirigat der künstlerischen Leiter Heiner Meyer, Qijian Xu und Michael Vilz schloss ein breites Spektrum von Kompositionen für sinfonische Blasorchester wie das Mausbacher an, darunter Jann de Haans Mozart-Adaption „Young Amadeus“.

Für einen ersten Höhepunkt sorgte die sehr gefühlvolle Instrumentalversion von Leonard Cohens Ohrwurm „Hallelujah“. Mehr noch in die Breite ging die Umsetzung einer Suite von Howard Shores Filmmusiken zu dem Film „Der Herr der Ringe“. Überhaupt schienen sich die Mitglieder der beiden Orchester in der Probephase zu einer harmonischen Einheit entwickelt zu haben, wie sie mit den Potpourris aus Disney-Filmen und den Hits der Band „Coldplay“ unter Beweis stellten.

An nostalgischen Reisen mangelte es auch bei diesem von Norbert Bildstein humorvoll und kenntnisreich moderierten Kulturereignis nicht, denn das Medley aus dem Musical bzw. dem Film „Grease“ verzauberte den Saal ebenso wie Udo Jürgens‘ „Griechischer Wein“.

Auf jeden Fall überzeugte „Mozart meets Coldplay“ das Publikum im Gressenicher Saal mit einer ausgesprochen großen Vielfalt, die viele Ansprüche abdeckte. Eine stramme Gemeinschaftsleistung war das Konzert außerdem.