Musikschüler zeigen ihre Talente

Konzert : Schüler der Musikschule Merz begeistern

Schüler und Lehrer der Musikschule Merz hatten im Museum Zinkhütter Hof zum Adventskonzert eingeladen. Während Jan Andres und Aaron Fehr, zwei Preisträger von „Jugend musiziert“, mit zwei außergewöhnlichen Trompetensoli glänzten, stellten sich die einzelnen Gruppen mit klassischem Musikgut oder modernen Arrangements vor.

Herbert Merz, Schulleiter und 1. Vorsitzender des Fördervereins, dankte für die glanzvollen Leistungen, wozu auch die Musiklehrer – hier vor allem Pianistin Diana Jianu, die drei Orchester ersetzt hatte – beigetragen hatten sowie die Gastinstrumentalisten, ohne deren Beteiligung das Konzert nicht so „rund“ gewesen wäre.

Ein Highlight jagte das andere, und der Erlös von 900 Euro sei für die Jugendfeuerwehr und den Förderverein „Musica Stolberg“ bestimmt. Der Streicherspielkreis unter Leitung von Martina Blömer schmückte dann „den Saal mit Stechpalmzweigen“, damit der „Feenkönig“ einziehen konnte. Das Weihnachtslied „Away in a Manger“ handelte vom Kind in der Krippe. Max Allard begleitete die Arrangements von E.H. Jones nach Traditionals aus Wales, England und den USA souverän und einfühlsam am Klavier.

Gabriele Sous und Anna Simons zeigten ihre Kunst auf den Harfen. Die Kompositionen „Rotenburg“, „Laubfrosch“ und „Kitchen Ragtime“ von Christoph Pampuch eröffneten wahrlich neue Horizonte. Johanna Pfund an der Querflöte bot im Verbund mit den beiden Harfenistinnen stimmungsvolle und zauberhafte Klangeffekte. Heiß umjubelt wurden Johannes Flamm und seine Saxofon-Klassen. In „La Troucha“ von Fritz Pauer zeigte die erste Gruppe rhythmisch zupackenden Salsa, während die fortgeschritteneren Schüler mit „Birdland“ von Josef Zawinul einen knisternden Jazzauftritt hinlegten. In eine völlig andere, aber dennoch reizvolle Welt ging es im letzten Stück. Die „Fuge in g-Moll“ von Johann Sebastian Bach aus der Barockzeit war ein wirkungsvoller Gegensatz zu den zeitgenössischen Kompositionen.

Im swingenden Big Band Stil ließ sich das Modern-Sound-Orchester unter Frank Rebien vernehmen. Foto: Marie-Luise Otten

Seit Oktober 2017 ist Munki Jeong neuer Gesangpädagoge an der Musikschule Merz. Der Südkoreaner des Opernchores am Stadttheater Aachen sang mit Jessica Hambloch, Tanja Kästner und Annette Rogge-Toehgiono im Ensemble „Winter Wonderland“ und „Jingle Bells“, für das sie stürmischen Applaus erhielten. Innig interpretierte der Tenor das zweiteilig aufgebaute „Panis angelicus“ von César Franck.

Hier wurde das musikalische Kleinod sowohl vom Klavier (Diana Jianu) als auch vom Cello durch Soraya Ansari untermalt. Joseph Haydns Solo-Konzert für Trompete und Orchester Es-Dur von 1796 gehört zu den Standardstücken für jeden Trompeter. Während in den ersten beiden Sätzen Jan Andres die Trompete blies und mit souveräner Technik brillierte, war es im finalen Allegro-Satz Aaron Fehr, der das Publikum in Staunen versetzte. Dank Diana Jianu, die den Orchesterpart auf dem Klavier spielte, wurde die Aufführung zu einem Glanzpunkt des Abends.

Eine reife Leistung bot das Streichorchester unter Leitung von Soraya Ansari mit der „kleinen Nachtmusik“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Den Charme der noblen Serenade G-Dur, stellten die Instrumentalisten mit Bravour heraus und ließen die vier Sätze voller Frische und Esprit erklingen. Das Finale gehörte dem Modern-Sound-Orchester.

Frank Rebien tischte zunächst sechs bekannte Weihnachtslieder als eingängiges Medley von Manfred Schneider im swingenden Big Band Stil auf. Dem folgten mit Duke Ellingtons „Satin Doll“ Swing Jazz und ABBAs erfolgreicher Hit „Thank you for the music“. Als würdiger Abschluss folgten die bekanntesten deutschsprachigen Weihnachtslieder „O du fröhliche“ und „Alle Jahre wieder“.

(mlo)
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