Stolberg: Museum in der Torburg: Ausstellung zu Gift und Medizin

Stolberg: Museum in der Torburg: Ausstellung zu Gift und Medizin

In entspannter und lockerer Atmosphäre kann man im Museums in der Torburg, auf Wunsch bei im Museum frisch geröstetem Kaffee und selbst gebackenem Kuchen, der Entwicklung der Industrie im Stolberger Raum auf die Spur gehen.

Während der Kupferstädter Weihnachtstage hat das Museum am Luciaweg samstags und sonntags von 14 bis 19 Uhr geöffnet. Dann wird auch als nächstes Highlight die Ausstellung „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift, allein die Dosis macht‘s, dass ein Ding kein Gift sei“ (Paracelsus 1493 - 1541) — zu sehen sein: ab 21. November bis zum 10. Januar. Offiziell eröffnet wird diese Ausstellung am Sonntag, 22. November, um 15 Uhr.

Apotheker Hartmut Kleis zeigt in seiner Ausstellung medizinische und pharmazeutische Gerätschaften, die für die Menschen der damaligen Zeit unerlässlich für Diagnose oder Therapie ihrer Krankheiten waren: Klistierspritzen, Messer für den Aderlass, die Reiseapotheke in Altarform, die Wärmeflasche aus Zinn für die Babyflasche, Instrumentenkoffer eingesetzt im 1. Weltkrieg, die Opiumwaage in Geigenform, die Hebammentasche der 20er Jahre, Flachmeißel und Skalpelle zum Durchtrennen von Knochen oder Gewebe, Archibalds Tablettenapparat von 1879, Oblatenverschlussapparate um 1900, den Induktionsapparat mit Handkurbel für die Elektrotherapie, Mensuren, Waagen und Gewichtssätze... Die Ausstellung und der Anzahl der Objekte überraschen in ihrer Vielfalt.

Und nicht beeinflussen lassen sollte man sich von dem ersten äußeren Eindruck des Museums in der Torburg. Bei näherem Hinsehen von außen und erst recht bei einer Erkundungstour durch das Innere offenbart sich die Größe dieses kleinen Museums — sowohl in Bezug auf die Ausstellungsfläche wie auch auf die Inhalte.

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