Stolberg: Munteres Schauspiel im Kulturzentrum Fankental

Stolberg: Munteres Schauspiel im Kulturzentrum Fankental

Emil Bohrer (Peter Zimmermann) hat sich in das Heim seines Sohnes Klaus (Horst-Dieter Büchner) geflüchtet. Denn in seinem eigentlichen Zuhause macht ihm seine Ehefrau Rosa (Elisabeth Baumgärtner) das Leben zu Hölle.

Rosa hat sich nämlich der indischen Philosophie verschrieben und widmet sich in der gemeinsamen Wohnung — unterstützt von dem Fakir Singsong (Christoph Maichin) — jetzt der Wahrsagerei und Sterndeuterei.

Diese amüsante Story wurde unter dem Titel „Hilfe, meine Eltern ziehen bei mir ein“ am Wochenende im Kulturzen­trum Frankental von den Laienschauspielern der „Kleinen Komödie Aachen“ mit viel Witz und Humor gekonnt in Szene gesetzt. Eine große Rolle spielten dabei die Dialoge der von Chaos und Turbolenzen gekennzeichneten Handlung.

Denn Emil bleibt in der Wohnung seines Sohnes, der angesichts des unverhofften Zuzugs seine Freundin Julia (Gabriele Steffens und Christina Fuss) vorübergehend ausquartieren muss, nicht lange allein.

Auch Rosa und ihr Fakir tauchen letztlich dort auf und betreiben ihr einträgliches Geschäft — die Kunden der Astrologie werden um ihr Geschmeide gebracht — nun an anderer Stätte munter weiter. Das Durcheinander ist perfekt, als sich der Heiratsschwindler (Otto Gerads) und Klausens liebestolle Chefin (Theresa Flores) in das Geschehen einmischen und ihrerseits für noch zusätzliche Verwirrung sorgen.

Für Emil hat die Handlung ein Happyend: Unter der Bedingung, dass Rosa ihre Hellseherei einschränkt und der Fakir seine Kündigung erhält, kehrt Emil in das eheliche Domizil zurück. Den Zuschauern gefiel das Stück. Immer wieder wurde das engagierte Spiel der sieben Amateurdarsteller von spontanem Szenenapplaus und herzhaftem Gelächter unterbrochen.

(dö)
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