Münsterbuscher Abkürzung

Straße ist marode : „Am langen Hein“ wird nächsten Sommer ausgebaut

Es ist mittlerweile sechs Jahre her, dass es den Anliegern der Straße „Am Langen Hein“ zu bunt wurde. Sie beschwerten sich vehement über den Schleichverkehr, der die schmale und marode Verkehrsachse im Wohngebiet nutzt, um die Ampel an der Kreuzung von Cockerill- und Mauerstraße (L221 / K13) zu umfahren.

Mit Markierungen, Schildern und versetzt angeordnetem Parken wurde seinerzeit versucht, die Strecke unkomfortabel zu machen, um die Verkehrsbelastung zu mildern. Mittlerweile steht die Straße auf der städtischen Prioritätenliste für einen Ausbau.

Auf seiner Sitzung am 4. September soll der Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt die erarbeiteten Vorentwürfe zur Kenntnis nehmen, damit sie in einer Bürgerversammlung mit den Anwohnern diskutiert werden können.

Die geschätzten Gesamtkosten von rund 805.000 Euro sind im Haushalt berücksichtigt. Der Ausbau löst einer Heranziehung der Anlieger auf Basis des Kommunalabgabengesetzes aus.

Nach dem Ausbau der maroden Verkehrsflächen soll sich auf den Fahrbahnen nicht viel Wesentliches ändern. „Am langen Hein“ soll weiterhin Bestandteil der Münsterbuscher Tempo-30-Zone bleiben. „Es ist jedoch eine Neustrukturierung der Stellplätze geplant, welche durch neue Grünbeete und Baumpflanzungen strukturiert werden soll“, erklärt Tobias Röhm. Bestehende Zufahrten sollen bei der Anlage von Parkstreifen und Beeten berücksichtigt werden, so der Technische Beigeordnete.

Allerdings wurde in Teilbereichen Straßengrundstücke mit Einfahrten oder privaten Vorgärten überbaut. Dies soll rückgängig gemacht werden, um die Verkehrssituation verbessern zu können. Die Straße „Am langen Hein“ sieht aus wie ein „L“: über 120 Meter von der Cocherillstraße kommend mit einem rechtwinkligen Linksknick und weiteren 345 Metern bis zur Einmündung in die Prämienstraße, deren Neubau 2018 fertiggestellt wurde. Ebenfalls in den Ausbau einbezogen werden sollen die Übergänge der einmündenden Meigenstraße und „Am Schacht“.

Bei einer Breite der öffentlichen Verkehrsfläche von rund 8,90 Metern bleibt den Planern wenig Möglichkeiten einer Gestaltung. Dennoch legen sie zwei unterschiedliche Varianten vor, die sich aber im Wesentlichen nur durch die Breiten von Fahrbahn und Bürgersteig unterscheiden.

In Variante 1 sind 6 Meter für die Straße und 1,45 Meter für den Gehweg vorgeschlagen, in Variante 2 sind es 5,50 Meter und 1,70 Meter. In beiden Fällen soll Längsparken auf der Fahrbahn markiert werden:

Neun Parkplätze auf dem kürzeren und 19 Parkplätze auf dem längeren Stück. Hinzu kommen im platzähnlichen Knotenbereich mit „Schacht“ und Meigenstraße 15 Stellplätze, die in die Nebenanlagen integriert sind nebst Aufstellflächen für Wertstoffcontainer.

Die Bürgerversammlung ist für den Herbst geplant. Nach der Ausführungsplanung können im nächsten Jahr die Leistungen ausgeschrieben und vergeben werden. Mit einem Baubeginn ist ab dem frühen Sommer zu rechnen.

(-jül-)
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