Stolberg: Mit wundersamer Leichtigkeit die Mozart-Messe vorgetragen

Stolberg : Mit wundersamer Leichtigkeit die Mozart-Messe vorgetragen

Wer guten Chorgesang liebt, der kam jetzt in der Pfarrkirche St. Hubertus voll auf seine Kosten. Zu Gast war der Mädchenchor am Aachener Dom unter Leitung von Domkantor Marco Fühner.

Der Mädchenchor wurde am 28. Mai 2011 gegründet und hat mittlerweile schon 84 Mädchen im Alter von neun bis achtzehn Jahren als junge Mitglieder in seinen Reihen.

In Büsbach bestritten gut die Hälfte der jungen Sängerinnen das Auftaktkonzert anlässlich des 150-jährigen Bestehens des ansässigen Kirchenchores, der in diesem Jahr aus diesem Anlass eine Reihe von Gastchören zu sich eingeladen hat.

Anspruchsvolle Werke

Die jungen Damen boten mit wundersamer Leichtigkeit anspruchsvolle Chorwerke aus verschiedenen Jahrhunderten. Zu Gehör gebracht wurden neben Motetten von Fauré/Messager und Constantini die „Missa brevis in D-Dur“ von Wolfgang Amadeus Mozart (ohne Credo). Die Mozart-Messe hatten auch die Kirchenchöre St. Cäcilia Mausbach und St. Hubertus Büsbach bei ihrem Jubiläumskonzert im Mai diesen Jahres dargeboten, allerdings mit einem Streichorchester und Profisängern für die Soli.

An diesem Morgen übernahm die Orgel, an der der Lehrer und Kirchenmusiker Peter Schulz saß, die instrumentale Begleitung. Und als Solistin für das Gloria sang die 17-jährige Luise Dahlhoff. Die anderen Solostellen wurden vom Mädchenchor gesungen. Die Resonanz nach der Messe war einmütig, es gab Beifall ohne Ende.

Dafür bedankten sich die Gäste aus Aachen noch mit einem kurzen Konzert im Chorraum. Hier zeigten sie einen Querschnitt durch ihre stetig wachsende Musikliteratur. Es war für den Zuhörer erstaunlich, auf welch unglaubliche Stimmqualität Marco Fühner zurückgreifen kann. Ob a-capella gesungene Motetten oder mit Orgel begleitet, die bewegenden und zu Herzen gehenden Gesänge ließen aufhorchen und machten die Chormusik zu einem besonderen Erlebnis.

Engelterzett

Herausragend war das leuchtende und makellos strahlende Engelterzett „Hebe deine Augen auf“ aus dem Oratorium „Elias“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Und auch das „Sanctus“ aus der Messe von André Caplet, das nur von einigen Mädchen a-capella gesungen wurde, zeigte einmal mehr, was dank intensiver Stimmschulung (zweimal zwei Stunden pro Woche) alles möglich ist.

„Suscepit Israel“ aus dem Magnificat von Johann Sebastian Bach und „Bred dina vidar vingar“ (Breite deine Flügel aus, Jesus) mit einem wunderschönen Orgelzwischenspiel beendeten dann die Vorstellung des Aachener Mädchenchores in St. Hubertus.

Als schließlich die letzten Töne verklungen waren, gab es von allen Seiten noch einmal ein richtig dickes Lob, so dass sich Fühner dann noch zu einer Zugabe hinreißen ließ.

(mlo)
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