1. Lokales
  2. Stolberg

Stolberg: Mit lautem Zischen und Krachen

Stolberg : Mit lautem Zischen und Krachen

Open-air-Partys sind zum Jahreswechsel gefragt. Wer die letzte Stunde des alten Jahres nicht im Freien vor der Haustüre oder im Garten erleben will, strömt gemeinsam mit Freunden und Verwandten zur Burg.

Aber auch „Bonnies-Wiese” auf dem Hammerberg und der Hang des Goethe-Gymnasiums auf der Liester gehören dazu.

Begonnen hatte die Party auf dem oberen Burghof bereits eine halbe Stunde vor Mitternacht. Nach und nach trudelte man gruppen- oder paarweise ein, packte gut gelaunt Gläser und Getränke aus und brachte Böller, Kracher und Raketen in Startposition. Je näher der Zeiger der magischen Zwölf-Uhr-Marke rückte, desto mehr füllte sich der Platz mit erwartungsvollen Menschen.

Flaschen vorsorglich entkorkt

Per Handy wurden Grüße verschickt oder Anrufe entgegengenommen. Richtig spannend wurde es, als die letzten Minuten und Sekunden des alten Jahres verrannen. Um genügend Zeit für Umarmungen und Küsse zu haben, waren viele Sektflaschen schon vorsorglich entkorkt worden.

Das Erklingen der Kirchenglocken war das Startsignal für ein farbenprächtiges Spektakel. Mit lautem Zischen und Krachen stiegen Raketen in den trüben Himmel und Knallkörper explodierten mit ohrenbetäubendem Lärm.

Verbrüderungsszene

Vorsorglich hatte man die Mitte des Platzes als Startrampe für das Feuerwerk freigehalten. Das fürchterliche Getöse war die Begleitmusik für ein große, gemeinschaftliche Verbrüderungsszene. Jeder umarmte jeden und man wünschte sich ein gutes 2005. Ein wenig getrübt wurde in diesem Jahr die gute Stimmung allerdings durch die Seebeben-Katastrophe in Südostasien.

Viele Menschen erklärten auf Nachfrage, dass sie den Böllerverbrauch deutlich reduziert hatten und das Geld den Hilfsorganisationen gespendet haben.

Andere hatten Silvesterpartys zu Gunsten der Opfer veranstaltet. Der Erlös soll ebenfalls den im indischen Ozean tätigen Organisationen zu Gute kommen. Und so prägte ein wenig Nachdenklichkeit die ansonsten prächtige Stimmung. Abgenommen hatte auch die Beteiligung. Waren im letzten Jahr noch rund 350 Menschen auf dem Burghof geströmt, waren es jetzt nur rund 250, die das Spektakel genossen.

Spuk schnell beendet

Der Spuk auf der Burg endete eine halbe Stunde nach Mitternacht. Bereits kurz nach dem Abbrennen der ersten Raketen hatten sich die Reihen gelichtet. Weiter gefeiert wurde in den Altstadtkneipen oder zu Hause.