MGV Mausbach gibt ein Konzert

In Kirche St. Markus : MGV Mausbach gibt ein Konzert

In der Kirche St. Markus versammelte sich eine stattliche Anzahl von Freunde gepflegter Klänge, um sich an dem vergleichsweise weltlichen Repertoire der Sänger und ihrer Gäste vom Quartett „Frechblech“ zu erfreuen.

Bauarbeiten in der Aula der Realschule Mausbach – da war das Konzert des Männergesangvereins (MGV) in akuter Gefahr. Pfarrer Norbert Bolz bot Hilfe und öffnete die Türen der Kirche St. Markus. Dort, am geweihten Ort in der Mitte des Dorfes, versammelte sich eine stattliche Anzahl von Freunde gepflegter Klänge, um sich an dem vergleichsweise weltlichen Repertoire der Sänger und ihrer Gäste vom Quartett „Frechblech“ zu erfreuen.

„MGV Mausbach goes America“ gab der Vorsitzende des Chores, Dr. Rolf Schnitzler, in seiner Begrüßungsansprache als Parole für die ganze Veranstaltung aus. Und er bewies augenzwinkernden Humor, als er die englischsprachigen Werke auf dem Programmzettel verschmitzt kommentierte: „Verzweifeln Sie nicht, wenn Sie nicht alles verstehen – wir tun es auch nicht.“ Mochte man den rund 30 Männern auf den Podesten im Chorraum der Kirche aber nicht so recht glauben: Unter dem Dirigat ihres künstlerischen Leiters Markus Platzbecker aus Kreuzau gab es in puncto Verständlichkeit und Textsicherheit bei den Interpreten nichts zu meckern.

An Schwung mangelte es den Lokalmatadoren gleichfalls nicht, wie das Potpourri US-amerikanischer Volkslieder zum Auftakt dokumentierte. Chor und Dirigent wurden dabei durch Theo Palm am Klavier unterstützt. Mit „viel Lust am Röhren“, also spielerisch im Umgang mit Trompete und Posaune, machten sich danach die vier Männer von „Frechblech“ bemerkbar. Klaus Luft, Didier Dhont, Johannes Neues und Sander Hendrix lebten vor versammeltem Publikum ihre Lust an den komödiantischen Dimensionen von Musik. Bei den technischen Element weitestgehend fehlerlos, erwies sich gerade in diesem freiem Umgang mit dem Notentext das virtuose Können der Künstler. Dass Luft (für einen Blasmusiker doch ein fantastischer Familienname) und seine Mitstreiter ziemlich viel auf der Pfanne haben, zeigten sie auch bei der bearbeiteten Version von Melodien aus Gershwins „Porgy and Bess“: Vier Instrumente waren da mehr als ein ganzes Orchester. Auch die Gastgeber spannten den Bogen programmatisch weit.

Eher klassische Weisen waren von ihnen ebenso zu hören wie moderne Popballaden a la „You raise me up“. Die Mischung machte es auch hier – und führte unweigerlich dazu, dass sich die Zuhörer nach Abschluss des rund anderthalbstündigen Programms eine Zugabe erzwangen. Doch damit war für viele Teilnehmer noch nicht Schluss: Nur zu gerne folgten sie der Einladung des Vorsitzenden, bei halben Brötchen und gepflegten Getränken im Untergeschoss des nahen Jugendheims mit den Sängern zu verweilen – auch Pfarrer Bolz ließ sich das nicht zweimal sagen.

Bildtexte:

BU1: „Frechblech“-Bläser und Komödianten in einer Person: Klaus Luft, Johannes Neues, Sander Hendrix und Didier Dhont (von links) spielt beim Konzert in der Mausbacher Kirche ihren Zuhörern munter auf. Foto: Christoph Hahn

BU 2: Stars des Abend: Die Aktiven des Männergesangvereins Mausbach unter Leitung von Markus Platzbecker begeisterten ihre Zuhörer mit dem Wohlklang ihrer Stimmen und einem abwechslungsreichen Repertoire.