Stolberg: „Merz-Schmiede“ überzeugt bei Benefizkonzert

Stolberg: „Merz-Schmiede“ überzeugt bei Benefizkonzert

Die Unterstützung des gemeinnützigen Vereins „Musica Stolberg“ ist dem Publikum leichtgefallen, denn im Museum Zink­hütter Hof erlebten die Zuhörer einen sehr vielfältigen Konzertgenuss: Zahlreiche Akteure der Musikschule Merz begeisterten die vielen Gäste in verschiedenen Ensembles und auf hohem Niveau.

Den Auftakt gestaltete ansprechend der von Martina Blömer geleitete Streicher-Spielkreis und gab damit einen Vorgeschmack auf den großen Facettenreichtum des Benefizkonzertes. Die teilweise sehr jungen Nachwuchsmusiker beeindruckten mit Georg Friedrich Händels (1685-1759) „Gavotte“ ebenso wie mit dem Taditional „Drunken Sailor“ oder Scott Joplins Ragtime „The Fascinator“ (Klavierbegleitung Helen Paulmann).

Am Flügel glänzte Nisrine Bourkia mit dem Praeludium c-Moll von Johann S. Bach (1685-1750), und das Flöten-Ensemble unter der Leitung von Gabriele Sous intonierte gekonnt „Die Moldau“ von Bedich Smetana (1824-1884). Virtuos brachten Ta­bea Marx (Violine) und Maren Paulmann (Violoncello) Richard Gliéres (1874-1956) „Huit morceaux“ zu Gehör, bevor zwei Vokalensembles, von Diana Jianu am Flügel begleitet, das Publikum erfreuten.

Musical und Beatles-Klassiker

Meena Kaiser, Elisabeth und Norbert Steffens sangen ergreifend John Rutters Lied „The Gift of Music“, und Sabine Kutscher und Maria Mironova präsentierten ausdrucksstark „I know him so well“ (Tim Rice/Björn Ulvaeus, Benny Andersson) aus dem Musical „Chess“. Unter der Leitung von Barbara Verdecia überzeugte das Gitarrenquartett mit „Los Munecos“, dem dritten Teil der „Tres Danzas“ von Ignacio Cervantes, und dem „Beatles“-Klassiker „Eleanor Rigby“ (John Lennon/Paul McCartney).

Wurde das Quartett bei diesen Instrumentalstücken noch von Michael Verdecia (Bongos) und Elia Schütz (Cajon) unterstützt, verlieh die junge, selbstbewusste Sängerin Pia Schultz dem Song „Tage wie diese“ der Toten Hosen“ eindrucksvoll Stimme.

Bravourös meisterte das von Johannes Flamm geleitete Saxofon-Ensemble Henry Mancinis „The Pink Panther Theme“ sowie „Cleaning up“ und „Heads up“ von Lennie Niehaus. Dynamisch und schwungvoll gab sich das Modern-Sound-Orchester. Unter der Leitung von Frank Rebien riss das Ensemble die Gäste mit, indem es nach Manfred Schneiders „Rock Explosion“ unter anderem das flotte „Hawaii Five-O“ von Mor-ton Stevens und Herb Alberts temperamentvolles „Tijuana Taxi“ spielte.

Traditionell war das große Orchester der Musikschule Merz für das Finale zuständig, und die Ins­trumentalisten gestalteten einen glanzvollen Schlusspunkt des rundum gelungenen Benefizkonzertes, wobei sie von Diana Jianu am Flügel begleitet wurden.

Unter der Leitung von Kantor Herbert Merz brillierte das Orchester zunächst mit dem Slawischen Tanz Nr. 8 „Furiant“ von Antonin Dvorák (1841-1904). Verstärkt durch Gabriele Sous an der Harfe, begeisterte das Orchester dann mit dem ersten der fünf „Pomp and Circumstance Marches“ von Edward Elgar (1857-1934) und erwies sich erneut als kraftvoller wie virtuoser Klangkörper.

Das Publikum belohnte diese hervorragende Darbietung ebenso mit lautstarkem und lang anhaltendem Applaus wie die Auftritte aller Musiker, die sich von ihren besten Seiten zeigten und die Gäste im Museum Zinkhütter Hof großartig unterhielten.