Stolberg: Mehrheit ist für Stolpersteine

Stolberg: Mehrheit ist für Stolpersteine

Die Verwaltung konnte sich mit ihren Bedenken ebenso wenig durchsetzen wie Kämmerer Wolfgang Zimdars mit seinem Vorschlag, zunächst eine Arbeitsgruppe zu gründen.

Mit den Stimmen von SPD, Grünen und FDP hat der Kulturausschuss nach längerer Diskussion die Verwaltung beauftragt, möglichst rasch ein Konzept für so genannte Stolpersteine zu erarbeiten.

Mit den Steinen soll in der Altstadt zwischen Sonnenthalstraße und Burgstraße vor den jeweiligen Wohnhäusern an die insgesamt 19 jüdischen Stolberger erinnert werden, die während der Zeit des Naziregimes verfolgt und ermordet worden waren.

Die Verwaltung hatte sich zuvor dafür ausgesprochen, die Namen der Opfer am Baum der Toleranz vor dem Rathaus anzubringen. Zimdars wiederum hatte angeregt, sich in einer Arbeitsgruppe zunächst auf die Form des Gedenkens zu verständigen.

Die Mehrheit lehnte das schließlich ab, die CDU enthielt sich der Stimme. Einigkeit herrschte derweil bei der Forderung, dass die Kosten über Sponsoren abgedeckt werden müssten und nicht zu Lasten des städtischen Haushaltes gehen dürfen.

Mehr von Aachener Zeitung