Stolberg-Breinig: Mehr Mitglieder und ein neuer Vorsitzender beim SV Breinig

Stolberg-Breinig : Mehr Mitglieder und ein neuer Vorsitzender beim SV Breinig

Das war keine Jahreshauptversammlung wie so viele andere auch. Denn an der Spitze des SV Breinig hat sich etwas geändert — nicht bloß kosmetisch, sondern ziemlich gründlich: Statt des erfahrenen Frank Laumen, der seit 2013 im Amt gewesen war, bekleidet jetzt der erst 28 Jahre alte Stefan Delheid den Vorsitz des Traditionsvereins.

Laumen wurde im Gegenzug von den 82 Stimmberechtigten im Klubheim auf der Schützheide zu einem der beiden Stellvertreter gewählt.

Dicht sitzen die Mitglieder an diesem Abend dort zusammen. Die Jüngeren — und davon gibt es viele — stellen sich an die Theke oder Biertische. Die älteren, treuen Anhänger setzen sich an die Tische. In Vorstandsämtern oder als Kassierer sind viele schon seit vielen Jahren dem SV treu. Deshalb gibt es mitten in der Versammlung auch Ehrungen, und das nicht zu knapp (siehe Box).

Zu feiern haben die Breiniger aber sonst noch den einen oder anderen Erfolg, wie aus der Bilanz von Frank Laumen — der letzten in seiner Eigenschaft als Erster Vorsitzender — deutlich wird. Der scheidende Chef, im Zivilberuf Geschäftsführer eines Aachener Unternehmens, kann einiges vorweisen. So liegt die Zahl der Mitglieder in diesem Jahr bei 621 — 13 mehr als noch 2017.

„Fußball ein Mannschaftssport“

Mit Blick auf den Aufstieg der ersten Mannschaft in die Mittelrheinliga, die fünfthöchste Klasse im deutschen Spielsystem, bilanziert Laumen: „Fußball ist ein Mannschaftssport, und das nicht nur auf dem Platz.“ Dass es dabei zumindest auch um die Vorstandsarbeit geht, das liegt auf der Hand: „Ich habe seit meiner Wahl 2013 viel über das Vereinsleben und die Menschen in Breinig gelernt.“

In seinem Leben wie bei seiner Vorstandsarbeit für und im SV habe, wie Frank Laumen weiter ausführt, das Motto „Ganz oder gar nicht“ für ihn die Richtung angegeben. Da ihn aber nun sein Beruf stärker als zuvor fordere, trete er von der Spitze zurück — und erinnert seine Zuhörer noch einmal daran, dass er bei der 2017er Jahreshauptversammlung klipp und klar gesagt habe: „Noch ein Jahr, und mehr nicht — dann ist für mich beim SV Schluss.“ Doch niemals geht man so ganz, und darum ziert sich Laumen nicht lange, als er zum neuen Vize vorgeschlagen und dann auch gewählt wird.

Stefan Delheid, der Neue, gibt sich derweil eher wortkarg. 28 Jahre sei er, wohne inzwischen auch im Ort und habe seine Ausbildung bei einer großen Versicherung absolviert. Der SV Breinig trägt durch ihn von Stund an ein junges Gesicht — eine Eigenschaft, der sich seit der Versammlung im Vereinsheim im ganzen Vorstand wiederfindet.

In einem ganz anderen Sinn sorgen übrigens Michaela Thelen und ihre Mitstreiterinnen für eine breite Basis: Seit einiger Zeit trainiert im Stadion auf der Schützheide wieder eine Frauen-Fußballmannschaft — „mit Spielerinnen, die Bundesliga-Erfahrung haben, und solchen, die acht Jahre lang nichts mehr gemacht haben“, erklärt die Sprecherin der Gruppe.