Stolberg-Mausbach: Mausbacher Firma hat auch Kunden aus China und den USA

Stolberg-Mausbach: Mausbacher Firma hat auch Kunden aus China und den USA

Dass Kupferstädter Unternehmen ihre Walzen in Mausbach schleifen lassen, liegt im wahrsten Wortsinn nahe, aber: „Mitunter liefern uns auch Firmen aus Amerika oder China ihre Walzen zum Schleifen“, sagt Dirk Krahe.

Damit verblüfft der Inhaber von „Dirkra“ im Industriegebiet an der Werther Straße die CDU-Vertreter, die Krahe durch den Betrieb führt. Und er gibt noch viele weitere Einblicke in das Stolberger Unternehmen, das seine Eltern vor mehr als einem halben Jahrhundert als Schlosserei in Zweifall gegründet haben.

„Als wir in das Industriegebiet nach Mausbach umgesiedelt sind, haben wir hier mit zehn Mitarbeitern die Arbeit aufgenommen“, erinnert Krahe sich. Das Metier der Firma ist der Sondermaschinenbau, vor 20 Jahren kam das Schleifzentrum hinzu, und heute zählt „Dirkra“ 75 Mitarbeiter.

Zu dem ursprünglich 3500 Quadratmeter großen Firmengelände hat das Unternehmen vor zweieinhalb Jahren noch ein 1500 Quadratmeter messendes Nachbargrundstück erworben, um sich erweitern zu können.

Die Produktionsfläche von „Dirkra“ umfasst derzeit rund 2400 Quadratmeter. Und der Standort in Stolberg sei gesichert, denn „wir legen großen Wert darauf, stets breit aufgestellt zu sein“, betont Krahe, dass das Unternehmen stets neue Branchen suche, „für den Fall, falls ein Markt ein- oder gar wegbricht“.

Dementsprechend vielfältig sei die Kundschaft von „Dirkra“: Firmen der Nahrungsmittel-, Papier, Glas-, Textil- und Stahl-, Zement-, Chemie- und Elektroindustrie würden ebenso dazu zählen wie Automobilzulieferer, Kraftwerke und Recycling-Unternehmen.

„Für unsere Kunden bauen wir Sondermaschinen und bieten Service von der Konstruktion bis zur Auslieferung an“, beschreibt Dirk Krahe, und erläutert, dass Flexibilität von der Stolberger Firma auch zeitlich gefragt sei: „Wenn man heutzutage einen Zeitrahmen von einem halben Jahr zur Verfügung hat, kann man sich schon glücklich schätzen.“

In der Regel würde das Unternehmen von den Sondermaschinen kaum Serien herstellen, sondern meist nur ein oder zwei Teile. Wieder muss die Firma flexibel sein, doch Dirk Krahe sieht den positiven Aspekt: „Für unsere Mitarbeiter ist die Tätigkeit dadurch abwechslungsreich.“

Hinsichtlich der Sondermaschinen „made in Stolberg“ punkte das Spezial-Unternehmen zudem mit einem 24-Stunden-Reparatur-Service, und auch in Puncto Walzen beschränke „Dirkra“ sich nicht nur auf das Schleifen.

„Mit unserem Hol- und Bring-Service und der Ausführung aller anfallenden Reparaturarbeiten bieten ein Rundum-sorglos-Paket für Industriewalzen an.“ Ein Service, den Kupferstädter Unternehmen ebenso zu schätzen wissen wie Firmen aus Übersee oder dem Land der Mitte, aus China, so dass „Dirkra“ in Mausbach zwischen zehn und elf Millionen Euro im Jahr umsetzt.

(dim)
Mehr von Aachener Zeitung