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Stolberg: Masse und Klasse für den Steinweg

Stolberg : Masse und Klasse für den Steinweg

Es ist das große Hoffnungsprojekt für Stolberg: die Ansiedlung einer Kaufland-Filiale sowie eines Fachmärkte-Zentrums auf dem Altstadt-Parkplatz und dem südlichen Bereich des Willy-Brandt-Platzes.

Mit den Projekten soll die Kaufkraftbindung an die Stadt gestärkt, die Nahversorgung sichergestellt und die städtebauliche Entwicklung Oberstolbergs abgerundet werden.

Bürgermeister Hans-Josef Siebertz sieht das Projekt als eine konsequente Fortsetzung der städtebaulichen Impulse der letzten Jahre. Mit dem Bau der K6n (Burgholzer Graben) wurde die umfangreiche Sanierung der historischen Altstadt möglich.

Vom Durchgangsverkehr befreit

Der Bau der innerstädtischen Umgehung L238n (Europastraße) befreite den Steinweg vom Durchgangsverkehr und bot die Möglichkeit zur Umgestaltung als Fußgängerzone. Der Ansiedlung der EWV-Verwaltung am Willy-Brandt-Platz folgen nun Kaufland und Fachmärkte.

„Damit wird Oberstolberg abgerundet und die letzte große innerstädtische Fläche einer Nutzung zugeführt, die Stolberg als Mittelzentrum aufwerten wird”, ist sich Siebertz sicher. Starke Impulse für das innerstädtische Umfeld verspricht sich der Bürgermeister. Nicht nur Kaufkraft soll in Stolberg gehalten, sondern auch Kunden in die Fußgänger gezogen werden.

„Die Bevölkerung wird sich bald mit einem anderen Erscheinungsbild auseinandersetzen können”, sagte Simone Kaes-Torchiani mit Blick auf die letzte große innerstädtische Freifläche des Altstadt-Parkplatzes. Verkaufsflächen von bis zu 4300 Quadratmeter für Kaufland und bis zu 2500 Quadratmeter für Fachmärkte zuzüglich umfangreichen Parkplatz-Angebot sollen vor dem Bahnsteig des Euregiobahn-Haltepunktes Altstadt entstehen.

Chancen und Risiken

„Es ist Wunsch von Investoren und Stadt, die Chancen und Risiken in enger Kooperation in einem Nahversorgungs- und Einzelhandelskonzept abzuklären. Der Einzelhandelserlass der Landesregierung bilde dabei der gesetzliche Rahmen, aber gleichzeitig sollen auch wichtige Strukturdaten für die Planung einer weiteren Stadtentwicklung erfasst werden.

Ziel ist es, der Einkaufsstadt Stolberg wieder eine stärkere Attraktivität zu geben und die Bindung der Stolberger an ihre Stadt zu stärken. Der Bedarf für einen großen Lebensmittel-Supermarkt sei ebenso nachgewiesen wie für Fachmärkte, wobei die fehlenden Branchen in dem am Mittwoch vergebenen Gutachten ausgelotet werden sollen.

„Hier wird keine Konkurrenz zur Innenstadt oder zu den Nebenzentren, wo auf Entwicklungsmöglichkeiten geachtet wird, aufgebaut, sondern ein Magnet nach Stolberg geholt”, so Kaes-Torchiani und Siebertz unisono.

Mit der Masse soll auch die Klasse in den Steinweg finden, lautet das Motto. Als Großanbieter für Lebensmittel soll Kaufland die Kunden in Stolberg halten, Frequenz für die Fachmärkte bringen und damit auch Kundschaft für - weitere - Fachgeschäfte und Einzelhandel in die Fußgängerzone locken.