Stolberg: Maskierte sprengen Geldautomaten

Stolberg: Maskierte sprengen Geldautomaten

Unbekannte haben in der Nacht in der Sebastianusstraße in Atsch einen Geldautomaten gesprengt und dabei erheblichen Schaden angerichtet.

Nach Angaben der Polizei hatten Anwohner der Bank am Mittwochmorgen gegen 3.40 Uhr einen lauten Knall gehört. Die Zeugen sahen, wie zwei maskierte Männer anschließend wegliefen. Die Polizei fahndet mit Kollegen aus Belgien und den Niederlanden nach den Flüchtigen.

Die Beamten vermuten, dass es sich bei den Tätern um Profis handelt, die 2009 bereits mehrere Geldautomaten im Aachener Raum gesprengt haben.

Der Bankraub in Atsch ist nach Angaben des Landeskriminalamtes bereits der elfte Fall im Rheinland seit Anfang 2009, bei dem die Täter Geldautomaten sprengten. In der Städteregion Aachen registrierten die Ermittler vier Fälle: zwei in Roetgen und einer in Würselen im vorigen Jahr und nun der aktuelle Fall in Stolberg. Dazu kommen sechs versuchte Sprengungen, ebenfalls zwei davon in Roetgen.

Die Aachener Polizei macht an der Handschrift der Täter fest, dass es sich vermutlich um eine Bande handelt, deren Mitglieder „in wechselnder Besetzung” Geldautomaten von Banken und Sparkassen mit der immer gleichen Masche ausrauben.

Von den Tätern und ihrer Beute ist am Tatort keine Spur mehr zu finden. Denn die „Panzerknacker” sind stets so schnell, dass sie gleich nach der Explosion zugreifen und sich sofort aus dem Staub machen.

Zur besonderen Spurensicherung kommen Experten des Landeskriminalamtes nach Atsch, um die Fachleute des Aachener Präsidiums zu unterstützen.

Wie hoch die erbeutete Geldsumme war, möchte die VR-Bank am Mittwoch lieber verschweigen. Erfahrungsgemäß sind solche Automaten mit einem sechsstelligen Betrag aufgefüllt, wobei jede Banknoten-Stückelung von 5 bis 50 bzw. je nach Automat 100 Euro in einer eigenen Geldkassette zum Abheben bereitgehalten wird. In Atsch nehmen die Täter alle Kassetten mit.

Am Mittwoch blieb die Atscher Filiale der VR-Bank erst einmal geschlossen. Am Donnerstag bleibt sie das definitiv ebenfalls. „Wir versuchen Freitag ab 14.15 Uhr wieder zu öffnen”, sagt Banksprecher Gerhard Meuth. Schneller können die Schäden keinesfalls behoben werden.

Die Spuren, die gesichert, und die Erkenntnisse, die gewonnen werden können, werden im Präsidium vom Kommissariat Organisierte Kriminalität in enger Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt bearbeitet.

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