Stolberg-Büsbach: Marienkonzert in der Büsbacher Pfarrkirche

Stolberg-Büsbach: Marienkonzert in der Büsbacher Pfarrkirche

Wie viel musikalisches Potenzial die Schülerinnen aus der Gesangsklasse Natalie Stercken hatten, bewiesen Ulrike Allard, Claudia Cönzer, Annette Klotz und Monika Strang am Sonntagvormittag in der Büsbacher Pfarrkirche.

Es war eine gute Idee, das Marienkonzert unter dem Titel „Ave Maria Grazia Plena“ nach der 11 Uhr-Messe zu legen, denn zahlreiche Kirchenbesucher waren geblieben, um den vielschichtigen Stücken aus vier Jahrhunderten zu lauschen.

Das Damenquartett begann die 30-minütige Matinée mit der einfühlsamen Version des „Ave Marias“ von Giulio Romano Caccini, der an der Schnittstelle der Spätrenaissance zum Frühbarock gelebt hat. Er gilt als Erfinder der Monodie, einem neuartigen solistischen Gesang im 12. Jahrhundert, der dem Wort diente und nur von einem Bassinstrument begleitet wurde.

Die professionelle Begleitung hier wie auch bei den anderen Marienliedern übernahm die erfahrene Susanna Amirkhanyan. Der Bogen spannte sich weiter zum „Ave Verum“ von Wolfgang Amadeus Mozart über das „Virgin tutto amor von Francesco Dunante bis hin zum „Ave Maria“ von Gitarrist William Gomez , der im 20. Jahrhundert lebte.

Das „Ave Maria“ von Opernkomponist Domenico Gaetano Donizetti gehört zu den Top Ten der Marienvertonungen überhaupt. Ulrike Allards und Claudia Cönzers verfügten über die für dieses Stück erforderliche Gesangstechnik und brachten es innig zum Ausdruck. Während Claudia Cönzer das feierliche Schubert „Ave Maria“ mit Feingefühl gestaltete, brachte Monika Strang die Vertonung von Charles Francois Gounod nuancenreich und sensibel zum Ausdruck.

(mlo)
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