Stolberg-Gressenich: Lutz Kreutzer stellt seinen vierten Roman vor

Stolberg-Gressenich: Lutz Kreutzer stellt seinen vierten Roman vor

Der in Stolberg geborene und in Gressenich aufgewachsene promovierte Geologe Lutz Kreutzer hat trotz der 15 Jahre, die er nun in München lebt, nicht den Bezug zu seiner Heimat verloren: Er stellte am Ende Mai seinen neuen vierten Roman „Der Grenzgänger: Eddy Zett und der Mörder vom Sternberg“ im Bistro Elle in Gressenich vor.

Zahlreiche Leseratten nahmen dieses Angebot wahr und ließen sich in die offenbar nicht immer ganz heile Alpenwelt entführen.

Der Psychothriller handelt von dem Alpinpolizisten Eddy, der Fällen von grässlichen Tierverstümmelungen nachgeht. Als dann auch die Käserin der Sternberg-Alm kurz darauf auf ähnliche Weise umkommt, befällt Eddy eine dunkle Ahnung. Fesselnd wird beschrieben, was es mit den verunstalteten Tieren auf sich hat, denen je ein Ohr fehlt und die mysteriöser Weise stets mit einem Zweig im Mund aufgefunden werden. Wer jedoch annahm, Kreutzer würde nur mit seinem Psychothriller in der Hand seine Lesung gestalten, der irrte.

Mit der Unterstützung eines alten Freundes aus der Jugend erklärte der Autor dem Publikum erst einmal die nötigen Hilfsmittel zum Klettern: mit im Gepäck hatte der Schriftsteller einen Helm, ein Seil und Kletterschuhe. Schließlich sollten sich die Zuhörer voll und ganz in die Situation der zwei Protagonisten hineinversetzen können. Seine beruflichen Exkursionen gepaart mit seinen Freizeit-Ausflügen verhelfen dem Kletterer und Gleitschirmflieger seine Geschichten detailliert und authentisch zu erzählen.

Außerdem verrät der Autor: „Ich habe mich bei der Geschichte an einem tatsächlich geschehenen Fall in Recklinghausen orientiert.“ Dadurch habe er Material hinsichtlich der Psyche solcher Verbrecher in Erfahrung bringen können. Der Roman ist im April dieses Jahres im Bergverlag Rother erschienen. Neben seinem neuen Roman las Kreutzer auch aus seinem dritten Werk „Bayerisch Kongo“ vor. Hierbei geht es um den Rohstoffkrieg im Kongo, den der Autor an bayerische und österreichische Schauplätze transportiert. „Ich wollte dieses wichtige Thema nach Deutschland bringen, damit es die nötige Aufmerksamkeit erhält.“

(ish)
Mehr von Aachener Zeitung