Stolberg: Leuchtende Farben, die auffallen

Stolberg: Leuchtende Farben, die auffallen

„Bilder für den Frieden” nennt Knut Deuster seine erste größere Ausstellung.

„Kunst ist für mich ein Mittel, um aufmerksam zu machen”, erklärt der Stolberger Künstler.
Aufmerksam zu machen auf gewaltfreie Konfliktlösungen, denn mit der Politik der USA ist er keineswegs einverstanden: „Die USA spielen sich zu sehr als Friedensmacht auf und setzen sich über die Weltordnung hinweg”, erläutert er seinen Standpunkt.

Die Ausstellung bietet seiner Ansicht nach den Rahmen für Diskussionen. Doch in seinen Werken thematisiert er Krieg und Frieden nicht. Kräftige, leuchtende Farben bestimmen die Bilder ebenso wie das Spiel mit Formen und Linien.

Sehr abstrakt und manchmal fast gegenständlich sind die Bilder von Deuster, der bereits seit 25 Jahren malt. 23 Jahre lang war die Kunst „nur” sein Hobby, hauptberuflich war er als Werkzeugmacher beschäftigt.

Ein Unfall zwang ihn dazu, seinen Beruf an den Nagel zu hängen. Jetzt kann er sich ganz der Kunst widmen.

„Wichtig war mir vor allem, einen eigenen Stil zu finden. Das ist mir Anfang letzten Jahres gelungen”, erzählt der Autodidakt.

Eigen ist auch seine Herangehensweise: „Ich experimentiere viel mit Farben und Materialien. Viele Malutensilien stelle ich selber her”, erklärt er, doch das Wie will er als Geheimnis wahren.

Die Farben, die er selbst kreiert hat, bestechen durch ihre Leuchtkraft und auch die Art der Auftragung gibt so manchem Beobachter ein Rätsel auf. Seine Bilder sind eine Kombination aus eigenen Farben mit Buntstiften, Bleistiften und Acryl.

Kombination aus Bleistift, Tusche und Buntstiften

Auch sein erstes Bild dieser Art, das als einziges unverkäuflich ist, befindet sich in der Ausstellung.

uch hier findet sich in einer Kombination aus Bleistift, Tusche und Buntstiften ein verzweigtes Formenspiel, wesentlich diffiziler als bei seinen späteren Bildern.

Bei näherem Betrachten fallen die kleinen realistischen sowie die comic-ähnlichen Elemente und Hieroglyphen auf, die unauffällig in das Gesamtbild miteingewoben sind.

Für den Herbst plant Knut Deuster eine Ausstellung in Oberhausen, anschließend möchte er nach Berlin.

Gleichzeitig denkt er darüber nach, ins Ausland zu gehen, „etwa in die Niederlande, Schweiz und USA”. Zurzeit nimmt er an einer Ausschreibung des Kunstverein Wesseling teil.

Die Ausstellung ist noch bis zum 29. April zu sehen. Öffnungszeiten von „Angies Bistro & more” sind täglich von 17 bis 24 Uhr, samstags und sonntags bis 2 Uhr. Donnerstag ist Ruhetag.

Mit etwas Glück kann man den Künstler dort auch selbst antreffen. „Ich werde jeden Tag mal reinschauen”, hat er versprochen.

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